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Die Hiltroper Höhe in Bochum – Landmarke Hiltrop

Am Rande des Bochumer Vorortes Hiltrop erhebt sich ein schätzungsweise zehn Meter hoher Berg inmitten eines Gewerbegebietes, das sich noch in der Entstehung befindet. Die Seilscheibe davor gibt einen Hinweis, dass es sich bei diesem Ort um das Gelände einer ehemaligen Zeche handelt. Hier befand sich die Schachtanlage IV der Zeche Lothringen, die Ende 1967 geschlossen wurde. Nach Abriss der Anlagen wurde der Erdboden saniert und zum Teil zu zwei Hügeln angehäuft, dem hier vorgestellten und einem auf der anderen Straßenseite liegenden niedrigeren, die zusammen fälschlicherweise in einigen Quellen als Bergehalde bezeichnet werden. Auf inzwischen historischen Luftbildern der 1990er Jahre erkennt man aber beispielsweise an der Position der heutigen Hügel noch alte Hallenkomplexe und Lagerplätze.

Hiltroper HöheUm die fortan Hiltroper Höhe oder aufgrund der auffallenden Form Landmarke Hiltrop genannte Anhöhe führt eine gepflasterte Rampe mit immer kleiner werdendem Radius in konstanter Steigung bis zur Aussichtsplattform am höchsten Punkt. Dabei ist der Weg nicht bogenförmig wie ein Schneckenhaus, sondern besteht aus immer kürzer werdenden geraden Abschnitten, die im gleichen Winkel von 45° links abknicken. Nach dem achten Knick ist man nach einfacher Multiplikation exakt 360° im Kreis bergauf gelaufen. Besonders im Luftbild lassen sich am Hang Kanten erkennen, die je von den Ecken der Wegeknicke bis zum Fuße des Berges verlaufen und diesem die Grundfläche eines (angenäherten) Oktogons mit einem Ausmaß von etwa 1,6 ha geben. Man hat den Berg also einmal umrundet und hat nun an diesem Punkt das ebenfalls oktogonförmige Gipfelplateau mit einer Öffnung an der Südostecke für den Zuweg erreicht. Besonderes Charakteristikum für die Plattform und die Rampe ist die zur abfallenden Seite aufgestellte Mauer aus Gabionen, also steingefüllten Drahtkörben. Sie sind mit kleinen, Trockenheit liebenden Steingartenpflanzen bewachsen und an einigen Stellen durch Weinlaub berankt. Während der Berg selbst nur mit Gräsern oder niedrigen Büschen bewachsen ist, stehen ganz oben acht (!) Bäume. Weite Aussichten sollte man bei der geringen Höhe nicht erwarten, aber der Blick geht stellenweise weit über die umliegenden Bäume hinaus. In alle acht Hauptwindrichtungen. Zumindest über Hiltrop. Hiltrop? Der wievielte Buchstabe im Alphabet ist H eigentlich?

Seilscheibe vor der Hiltroper Höhe

Seilscheibe am Fuß der Hiltroper Höhe

Hiltroper Höhe

Neubaugebiet auf dem ehemaligen Zechengelände

Hiltroper Höhe (Landmarke Hiltrop) in Bochum

Die Hiltroper Höhe gesehen vom benachbarten zweiten Deponieberg. Das Gewerbegebiet ist noch im Aufbau

Auf der Hiltroper Höhe

Bäume auf dem Gipfelplateau

Vegetation im Detail

Blick für das Detail: Vegetation auf den Brüstungs-Gabionen

Fazit und Tipp des Webmasters: Ein kurzer Halt mit Aufstieg auf die Höhe lässt sich gut durchführen, ansonsten lohnt die Hiltroper Höhe nur bedingt eine direkte Anfahrt. Ihren Besuch kann man kombinieren mit einer Fahrt zum nahen Tippelsberg, zur Halde Lothringen oder zur Zeche Zollern. Nicht weit entfernt befinden sich auch der Park Constantin mit einer kleinen Halde, die Harpener Teiche, der Revierpark Gysenberg und die ehemalige Zeche Mont-Cenis.

 

Informationen zum Besuch der Hiltroper Höhe:

Die Landmarke Hiltrop ist ständig frei zugänglich. Tipp: Über die Zechenbahn (heute Radweg) lässt sich die Halde Lothringen I / II in kurzer Zeit erreichen. Hier steht auf der Bergehalde ebenfalls eine beachtenswerte Landmarke.

Anreise zur Hiltroper Höhe mit dem Auto: Auf der A43 bis zur Ausfahrt 17 Bochum-Gerthe. Aus Richtung Süden bzw. Bochumer Kreuz (A40) rechts, aus Richtung Norden bzw. Münster links abbiegen auf die L654 Castroper Hellweg. An der nächsten Ampel direkt links in die Dietrich-Benking-Straße Richtung Herne / Hiltrop. Im ersten Kreisverkehr geradeaus, im zweiten rechts abbiegen. Nun am Rand parken, die Hiltroper Höhe liegt schräg-links direkt an der Straße.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Dietrich-Benking-Straße in 44805 Bochum. Achtung: Neue Straßenführung!

Geographische Koordinaten: 51°30'39.46"N, 7°15'22.13"E – Zugang zur Landmarke Hiltrop
Die Koordinaten können in das Eingabefeld z.B. von GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 378987 m, 5708089 m – Zugang zur Landmarke Hiltrop

Anreise mit Bus und Bahn: Von Bochum Hbf. mit der Straßenbahn der Linie 308 Richtung Schürbankstraße bis Nordbad (eine Haltestelle davor zum Bereitmachen: Weserstraße). Die Fahrtzeit beträgt etwa neun Minuten. Von der Haltestelle zu Fuß in die Dietrich-Benking-Straße und dieser durch den ersten Kreisverkehr geradeaus und im zweiten rechts folgen bis direkt zur Landmarke. Der Fußweg ist etwa 700 Meter lang.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: In der Nähe der Hiltroper Höhe verläuft der Emscher-Park-Radweg vorbei.

Quellen und weitere Informationen:
Fotos und Geschichte zur Zeche: www.foerdergerueste.de

Zu den Halden im Ruhrgebiet Auf der Themen-Auswahlseite finden Sie weitere Dokumentationen dieser Art zu anderen Halden im Ruhrgebiet. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Bergehalden, Typen und Generationen sowie Landmarkenkunst auch eine Übersichtskarte zu finden.

Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 08 / 2018
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(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr