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Halden im Saarland

Das Saarland ist neben dem Ruhrgebiet, Ibbenbüren oder Teilen von Sachsen eines der großen Steinkohlereviere in Deutschland gewesen. Einige Jahre vor dem offiziellen Ende des Steinkohlebergbaus durch die Stilllegung der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop im Ruhrgebiet wurde bereits 2012 im Saar-Revier das letzte Bergwerk stillgelegt. Dort geschah dies nach einem speziellen starken Erdbeben im Jahr 2008, das auf die Abbautätigkeit im Untergrund zurückzuführen ist.

Wie in den anderen Bergbauregionen gibt es auch im Saarland zahlreiche Bergehalden. Im Prinzip unterscheiden sie sich nicht von denen, die auf diesen Seiten im Ruhrgebiet vorgestellt werden. Durch ihre Höhe sind einige von ihnen sehr gute Aussichtspunkte mit weiten Blicken in die Umgebung. Mit Gipfelkreuzen und dem Saarpolygon sind auch Landmarken auf den Gipfeln zu finden. Im Gegensatz zum Ruhrgebiet entdeckt man im Saarland allerdings häufiger die sogenannten Spitzkegelhalden, die pyramidenförmig steil in die Höhe ragen. Viele der Halden sind durch Wege erschlossen und lassen sich besuchen. Sie werden sogar von den offiziellen Tourismus-Seiten des Saarlands als Ausflugsziele beworben.

Die folgende Übersichtskarte zeigt nur einige ausgesuchte Halden-Standorte zwischen Saarlouis und Saarbrücken im südlichen Teil des Saarlandes. Die Halden sind besonders groß oder ragen auffällig aus der Umgebung heraus.Einige davon werden in diesem Artikel in der nächsten Zeit näher vorgestellt.

Halden im Saarland

Während einige Halden wie die mit dem Saarpolygon bei Saarlouis durch eine großartige Aussicht als touristisches Ziel beliebt sind, werden einige kleinere durch einen speziellen Themenwanderweg erschlossen. Über 45 Kilometer lang ist der Haldenwanderweg, der neben einigen Halden auch Stationen zur Industriekultur in Form von Bergwerken und Siedlungen beinhaltet.

Im Laufe der Zeit sollen in diesem Artikel einige Halden im Saarland vorgestellt werden. Grundlage dazu ist ein Besuch im Saarland im Sommer 2021. Folgende Halden werden auf dieser Seite bereits vorgestellt:

Halde Camphausen
Halde Duhamel (Alternativer Name)
Halde Ensdorf

Halde Göttelborn
Halde Lydia
 

Alle beschriebenen Halden sind ständig frei zugänglich. Einschränkungen können durch zeitweilige Baustellen und Sperrungen bestehen. Informationen zur Anreise sowie Koordinaten für GPS-Geräte oder zur Tourenplanung finden Sie am Ende des jeweiligen Abschnitts.

Kartenmaterial / Literatur: In den rechts dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen.

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Hinweis: Die Fotos zeigen den entsprechenden Zustand im Sommer 2021. Im Gegensatz zu den Beiträgen zu den Halden im Ruhrgebiet ist grundsätzlich keine Aktualisierung geplant. Soweit bekannt, werden Informationen über Besonderheiten oder Veränderungen eingepflegt.

 

Das Saarpolygon auf der Halde Ensdorf / Duhamel

Direkt gegenüber der Stadt Saarlouis, auf der anderen Seite der Saar, bestand bis 2012 das letzte Steinkohle-Bergwerk des Saarlands. Das Bergwerk Saar, wie es zuletzt hieß, war ein Zusammenschluss mehrerer zuvor eigenständiger Bergwerke. Die Hauptschachtanlage befand sich hier bei Ensdorf.
Unmittelbar neben der Hauptschachtanlage erhebt sich die höchste Halde des Saarlands. Sie ist über 70 Hektar groß und überragt die Umgebung um etwa 150 Meter. Damit ist sie noch etwas höher als die höchste Halde im Ruhrgebiet, die Halde Oberscholven in Gelsenkirchen (ca. 136 Meter über Grund). Ihr Gipfel ist etwa 330 Meter über dem Meeresspiegel hoch. Im Gegensatz zu vielen anderen Halden im bergigen Saarland hebt sich die Halde Ensdorf, auch nach dem Schacht Duhamel des Bergwerks als Halde Duhamel bezeichnet, markant aus der Umgebung hervor. Sie zeigt sich bereits aus der Ferne z.B. für Autofahrende als kompakter Berg mit steilen Flanken und einem flachen Gipfelplateau.

Saarpolygon auf der Halde Ensdorf aus der Ferne gesehen

Die Halde Ensdorf mit ihrem Saarpolygon auf dem Gipfel – von Saarlouis gesehen. Links ist ein Förderturm der Grube Duhamel sichtbar

Nicht weit vom offiziellen Parkplatz am Starenweg führt ein Weg im Zickzack auf der Südflanke bergauf zum Gipfel. Es besteht die Möglichkeit, zwischen einem gemäßigten und einem steilen Anstieg zu wählen. Auf einem der Wege kommt man an einem kleinen Weinberg vorbei, einer kleinen Parzelle mit Weinreben. Hier wachsen die Trauben, aus denen der "Ensdorfer Sonnenflöz" besteht.

Alle Wege führen letztlich zum Gipfel, von dem sich ein besonders weiter Blick auf das Saartal, die Städte Dillingen und Saarlouis und bis ins Hügelland ergibt. Das Gipfelplateau ist recht flach und besteht aus mehreren Terrassen. An einigen Stellen gibt es Sitzgelegenheiten und Informationstafeln zu verschiedenen Themen des Bergbaus.

Halde Ensdorf

Aufstieg auf die Halde Ensdorf / Duhamel

Halde Ensdorf

Qual der Wahl: Sanfter oder steiler Anstieg zum Gipfel

Halde Ensdorf

Am Horizont sind drei Spitzkegelhalden zu sehen

Halde Ensdorf

Die letzten Meter bis zum Gipfel

Halde Ensdorf

Aussicht von der Halde auf Ensdorf / Saar und das örtliche Kohlekraftwerk (Blickrichtung Süden - Südwesten)

Halde Ensdorf

Von Böschungen eingerahmter Absinkweiher im Osten

Weinberg auf der Halde Ensdorf

Weinberg am Südhang der Halde Ensdorf

Schrägaufzug auf der Halde Ensdorf

Alter Schrägaufzug zur ehemaligen Schachtanlage

Halde Ensdorf

Bunte Pflanzenwelt an den Böschungen der Halde

Blick von der Halde Ensdorf zum ehemaligen Bergwerk Saar

Blick zum ehemaligen Bergwerk Saar (Grube Duhamel), die Saar und Dillingen

Auf dem Gipfel steht das 2016 eingeweihte Saarpolygon. Es ist ein über Treppen begehbarer Aussichtsturm, der etwa 30 Meter hoch ist. Je nach Standpunkt hat der Turm ein unterschiedliches Erscheinungsbild und präsentiert sich daher mal als Tor, als Kreuz oder Dreieck. Die Perspektive verändert sich zum Beispiel bei einer Umrundung des Saarpolygons auf dem Gipfel.

Halde Ensdorf

Ruhebank auf dem Gipfel mit Blick auf Ensdorf / Saar

Saarpolygon auf der Halde Ensdorf / Duhamel

Das Saarpolygon in der Form eines X

Saarpolygon auf der Halde Ensdorf / Duhamel

Saarpolygon auf dem Gipfel der Halde Ensdorf mit Ruhebank und Klatschmohn

Saarpolygon auf der Halde Ensdorf / Duhamel

Aus dieser Perspektive wirkt das Polygon wie ein großes Tor

Halde Ensdorf

Blick auf die Dillinger Hüttenwerke

Halde Ensdorf

Eine der Informationsstelen vor dem Hüttenwerk

Saarpolygon auf der Halde Ensdorf / Duhamel

Saarpolygon als auf dem Kopf stehendes Dreieck

Halde Ensdorf

Rastmöglichkeit und Beschilderung auf der Halde

Halde Ensdorf Halde Ensdorf

Informationen zur Anreise:

Die Halde hat einen offiziellen Parkplatz in der Nähe des Freibades am Ostrand von Ensdorf. Er ist an der Straße Im Sportzentrum bzw. am Starenweg zu finden, es besteht eine Zufahrt von der L345. Der nächste Bahnhof ist Ensdorf (Saar), ca. 2 km zu Fuß entfernt.

Geographische Koordinaten:
49°18'47.14"N, 6°47'08.33"E – Parkplatz
49°19'05.11"N, 6°47'07.77"E – Saarpolygon
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
339053 m, 5464638 m – Parkplatz

339066 m, 5465175 m – Saarpolygon
406045 m, 5704927 m – Opherdicke

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Tipp des Autors: Der Besuch der Halde Ensdorf lässt sich mit dem der Stadt Saarlouis verbinden. Im nahen Völklingen befindet sich außerdem das UNESCO-Welterbe Völklinger Hütte, ein ehemaliges Hüttenwerk.

 

Die Halde Göttelborn in Quierschied

Neben der Halde Lydia im Süden von Quierschied (siehe weiter unten) hat die kleine Gemeinde unweit der Landeshauptstadt Saarbrücken ein weiteres großes Halden-Exemplar zu bieten, das einen Besuch und die Besteigung lohnt. Im nördlichen Ortsteil Göttelborn förderte bis ins Jahr 2000 die gleichnamige Grube Göttelborn Steinkohle. Noch heute sind große Teile des Zechengeländes erhalten und Fördertürme stehen unter Denkmalschutz. Über alles ragt der „Weiße Riese“, zum Zeitpunkt der Errichtung höchster Förderturm weltweit über dem Schacht IV. Dieser ist nach seinem Bau in den 1990er Jahren allerdings nur wenige Jahre in Betrieb gewesen. Aus dem Gelände werden Kultur- und Bildungsstandort.

Auf der anderen Seite einer Bahnstrecke liegt die große Halde Göttelborn. Ihr Gipfel ragt auf ca. 427 Metern über dem Meeresspiegel hoch. Der Parkplatz vor der Halde wird damit um ca. 70 Meter überragt. Das Gelände auf der Südseite liegt noch wesentlich tiefer, sodass die Halde von dort aus gesehen fast 130 Meter hoch ist. Dieser Höhenunterschied entspricht sogar fast dem der höchsten Halde im Ruhrgebiet, der Halde Oberscholven. Die Grundfläche beträgt ca. 30 ha. Westlich der Halde steht das Kohlekraftwerk Weiher mit dem höchsten Schornstein im Bundesland. Direkt daneben liegt ein großes Solarkraftwerk. Im Osten verläuft die Autobahn A8. Mit der Abfahrt „Merchweiler“ hat die Halde einen unmittelbaren Autobahnanschluss und damit auch eine sehr einfache Anreise mit dem Auto.

Halde Göttelborn im Saarland

Aufstieg zur Halde Göttelborn in Quierschied

Halde Göttelborn im Saarland

Kohlekraftwerk Weiher und Solaranlage neben der Halde

Halde Göttelborn im Saarland

Blick auf den Kohlbachweiher (Ausschnitt), das Kraftwerk und den Solarpark. Hinten links ist die Halde Lydia zu sehen.

Halde Göttelborn im Saarland

Weißer Riese: Förderturm der Grube Göttelborn IV

Halde Göttelborn im Saarland

Haldengipfel mit Biotop für das Regenwasser

Das Erscheinungsbild der Halde ist höchst unterschiedlich. Nach Süden fallen vor allem im oberen Bereich meist nackte Böschungshänge mit einzelnen Weg-Terrassen auf. Nur wenige Pionier-Pflanzen wachsen hier. An den steilen Böschungen sind Erosionsrinnen zu sehen. Ein Hauptweg führt durch diese Geröll-Landschaft zum Gipfel hoch. Auch das langgestreckte Plateau auf dem Gipfel ist weitgehend unbewachsen. Die Nordseite der Halde ist dagegen dicht bewaldet. Der Blick reicht daher vor allem in südlicher Richtung weit ins Bergland und auf die Gemeinde Quierschied, die hinter dem zu Füßen der Halde liegenden Kohlbachweiher beginnt. Das Zechengelände ist hingegen im Sommerhalbjahr durch das Laub der Bäume weitestgehend verdeckt. An einigen Stellen hat man eingeschränkte Sicht auf Teile der Fördertürme.

In der Südwestecke der Halde ist Bodenmaterial zum „Himmelspfeil“ angeschüttet. Ein Weg führt hier in konstanter Steigung in den Himmel. Direkt daneben schließt sich die große Photovoltaikanlage auf einer Grundfläche von 15 ha zur regenerativen Stromgewinnung an. Sie wurde 2004 errichtet und bedeckt das Gebiet eines ehemaligen Absetzbeckens (bzw. hier „Sinkweiher“). Zugänge zur Halde gibt es von der Seite des Grubengeländes sowie auf der Seite des Kohlbachweihers von Quierschied aus.

Halde Göttelborn im Saarland

Bank mit Fernsicht

Halde Göttelborn im Saarland

Natur auf der Halde

Halde Göttelborn im Saarland

Blick nach Süden auf Quierschied und den Kohlbachweiher im Vordergrund

Halde Göttelborn im Saarland

Pflanzenwuchs auf dem Südhang

Halde Göttelborn im Saarland

Weitere Sitzbank und kleine Infotafel

Halde Göttelborn im Saarland

Oberer Teil der kahlen Südflanke der Halde Göttelborn

Halde Göttelborn im Saarland

Grenze zwischen bewaldetem und kargem Berghang der Halde

Informationen zur Anreise:

Die Halde liegt unmittelbar an der Autobahn A8. An der Ausfahrt Merchweiler im Kreisverkehr geradeaus auf die Straße An der Bergehalde und dann linkshalten. Es gibt einen für Besuchende der Halde ausgewiesenen Parkplatz. Alternativ von der anderen Seite aus Göttelborn im Bereich Boulevard der Industriekultur parken und zu Fuß über die Brücke zur Halde. Der Bahnhof Quierschied liegt ca. 2 km von der Halde entfernt. Der Zugang erfolgt von dort auf der Seite des Kohlbachweihers.

Geographische Koordinaten:
49°20'32.99"N, 7° 2'38.75"E – Haldenzugang Grube Göttelborn
49°20'16.79"N, 7° 2'20.22"E – Himmelspfeil
49°20'27.52"N, 7° 2'33.85"E – Gipfelplateau
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
357927 m, 5467370 m – Haldenzugang Grube Göttelborn

357541 m, 5466880 m – Himmelspfeil
357824 m, 5467204 m – Gipfelplateau

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Tipp des Autors: In der Gemeinde Quierschied liegt auch die Halde Lydia. Außerdem ist es nicht weit bis zur großen Halde in Landsweiler-Reden.

 

Die Halde Lydia in Quierschied

Nahe der Ortschaft Camphausen in der Gemeinde Quierschied befindet sich die Bergehalde der 1990 geschlossenen Grube Camphausen. Sie liegt eingerahmt zwischen der Fischbachtal-Bahnstrecke und der kurzen Autobahn A623, die beide aus der Landeshauptstadt Saarbrücken nach Norden führen. Einige Schilder und Karten benennen sie nach dem Bergwerk als "Halde Camphausen", doch bekannter ist der Ort als "Halde Lydia", eine Bezeichnung, die wohl auf einen ehemaligen Wetterschacht an diesem Ort, den die Halde heute bedeckt, zurückgeht.

Auffällig ist ein großer Haldenkörper mit steilen und unbewachsenen Böschungen vor allem auf der Südseite und einem kleineren vorgelagerten Teil. Zusätzlich befindet sich auf einem Bereich des flachen Gipfelplateaus ein noch einmal deutlich in der Höhe herausragender Spitzkegel. Er markiert daher den höchsten Punkt auf ca. 371 Metern über dem Meeresspiegel. Im Gegensatz zum spärlich vor allem von einigen schmalen Birken bewachsenen Plateau ist dieser Spitzkegel dicht bewaldet und schwer zugänglich. Gut erschlossen ist demgegenüber das Plateau, das von zwei Seiten auf stetig ansteigenden Wegen entlang der Haldenböschung erreicht wird. Auf dem Plateau auf ca. 342 Metern über dem Meeresspiegel liegen die drei kreisrunden "Himmelsspiegel", in denen sich nach Regenfällen das Wasser sammelt und bei Windstille jeweils wie ein Spiegel wirkt. Zwei weitere Himmelsspiegel findet man auf dem vorgelagerten Haldenteil. Andere Teile des Plateaus wirken mit vielen kleinen Haufen Bergematerial nebeneinander, als ob die Aufschüttungen gerade erst erfolgt sein würden. Tatsächlich ist hier seit Jahrzehnten Feierabend.

Der Aufstieg von Süden ist konstant steil. Begleitet wird er von der Seite des Neuhauser Weges von kleinen Kreuzen aus Stahl, unterschiedlich farbig gestaltet, die einen Kreuzweg bilden. Dieser erinnert an den der Halde Haniel im Ruhrgebiet. Das letzte Kreuz ist ein hölzernes Gipfelkreuz, das jedoch – ebenfalls wie auf der Halde Haniel – nicht am höchsten Punkt steht.

Halde Lydia im Saarland

Auf dem Haldenwanderweg von der Südseite auf Halde Lydia

Halde Lydia im Saarland

Vor Beginn des steilen Anstiegs steht diese Lore

Halde Lydia im Saarland

Der Weg führt konstant steil bergauf, die Aussicht wird mit jedem Meter besser

Halde Lydia im Saarland

Man hat sich was vorgenommen: knapp 50 Höhenmeter ab hier

Halde Lydia im Saarland

Blick zur Halde Göttelborn

Halde Lydia im Saarland

Steiler Südhang der Halde Lydia

Halde Lydia im Saarland

Blaues Kreuz auf dem Kreuzweg zum Haldengipfel

Die Angabe einer Höhe über Grund ist in diesem Falle aufgrund des bergigen Geländes schwierig. Der Beginn des steilen Aufstiegs liegt auf etwa 295 Metern über dem Meeresspiegel, somit sind knapp 50 Höhenmeter von dort zu bewältigen. Der Haldenfuß in der Nähe der Eisenbahnstrecke liegt wiederum auf 265 Metern, in Camphausen bei 299 Metern.

Unabhängig davon ist die Aussicht in die Umgebung gut. Von oben reicht der Blick über das Fischbachtal hinaus in die grünen, hügeligen Wälder. Weit unten liegt der Netzbachweiher, dessen Parkplatz auch für die Anreise empfehlenswert ist. Gut zu erkennen ist die Halde Göttelborn im Nordwesten neben dem Kraftwerk. Die Reste des Bergwerks Grube Camphausen u. a. mit dem markanten Hammerkopfturm sind von der Halde teilweise zu sehen.

Halde Lydia im Saarland

Haldenplateau mit Himmelsspiegel (trocken)

Halde Lydia im Saarland

Vegetation auf der Halde

Halde Lydia im Saarland

Holzkreuz auf dem Gipfelplateau, im Hintergrund ist der dicht bewaldete Spitzkegel zu sehen

Halde Lydia im Saarland

Himmelsspiegel – von Gräsern und Schilf bewachsen

Halde Lydia im Saarland

Kleine Hügel mit letzten Bergemassen auf dem Plateau

Halde Lydia im Saarland

An der Kante geht´s steil bergab. Aussicht ins grüne Hügelland des Saarlands

Halde Lydia im Saarland Halde Lydia im Saarland

Eine zweite Halde der Grube liegt nördlich der Eisenbahnstrecke. Da diese ältere Halde räumlich noch eingeschränkter war, wurde in den 1950er Jahren bis zum Betriebsende der Grube zum neuen Haldenstandort Lydia übergegangen.

Informationen zur Anreise:

Die Halde Lydia ist von zwei Seiten zugänglich. Empfehlenswert ist der große Wanderparkplatz am Netzbachweiher (Kreuzung Am Neuhauser Weg / L127). Von dort zu Fuß in südlicher Richtung, die Straße überqueren und Bahn unterqueren (kleiner Tunnel), dann links zur Halde oder zunächst rechts und dann links, um dem Kreuzweg zu folgen. Hier verläuft auch der Haldenrundweg, dessen Piktogramm man bis zur Halde folgen kann. Bei dieser Variante ist eine Höhe von ca. 130 Metern zu bewältigen.

Alternativ ist die Halde von der Dudweiler Straße in Camphausen erreichbar (Parken in der Maybachstraße am Rand).

Geographische Koordinaten:
49°17'35.55"N, 7° 1'16.94"E – Kreuz auf dem Haldenplateau
49°17'21.31"N, 7° 0'43.24"E – Parkplatz Fischbachweiher
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
356133 m, 5461934 m – Kreuz auf dem Haldenplateau

355441 m, 5461512 m – Parkplatz Fischbachweiher

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Tipp des Autors: Am erwähnten Wanderparkplatz liegt der Netzbachweiher als beliebtes Naherholungsgebiet vor den Toren der Stadt Saarbrücken. Der Wald ist gut geeignet für Wandertouren, ggf. sogar auf dem Haldenrundweg weiter zu anderen Halden in der Umgebung, wie z. B. der Halde Grühlingstraße. Ebenfalls in Quierschied befindet sich eine weitere Halde, die Halde Göttelborn, die von der Halde Lydia schon gesehen werden kann.

Der Artikel wird fortgesetzt und im Laufe des Sommers um weitere Halden ergänzt.

Industriekultur im Ruhrgebiet

Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.

Auf der Auswahlseite Industriekultur finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden Natur & Landschaft, alte Zechen und Industrieanlagen und andere technische Besonderheiten.

Halden Ausflugsziele

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 08 / 2021
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(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr