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Hallo! – Halde Friedrich Ernestine in Essen

Dass Kartographen manchmal Spaßvögel sind und unauffällig ihren Namen an bisher unbenannten Gebirgen oder Fluren verewigen, ist durchaus bekannt. Dass in Essen jedoch die Bezeichnung „Hallo“ grüßt, hat seine Richtigkeit. Hier befindet sich eine natürliche Erhebung mit diesem Namen, die Teil des Halloparks ist. Dieser ist in den 1970er Jahren entstanden. Besonders Merkmal ist die große zusammenhängende Wiesenfläche. Von seiner Errichtung in den 1880er Jahren bis zur letzten Beseitigung von Trümmern aus dem zweiten Weltkrieg stand hier der fast 50 Meter hohe Kaiser-Wilhelm-Turm. Die Bezirkssportanlage Am Hallopark geht ebenfalls auf den Namen ein.

Südwestlich davon befand sich von 1873 bis 1963 die Zeche Friedrich Ernestine. Die Bezeichnung überrascht auf den ersten Blick ebenfalls, da namenstechnisch die Vermischung von Frauen- und Männernamen auch in der heutigen Zeit, in der ja so einiges möglich scheint, unmöglich ist. Hierbei ist es jedoch nur das Ergebnis einer Zusammenlegung von zwei unterschiedlichen Grubenfeldern (Friedrich und Ernestine). Die Gebäude wurden weitestgehend vollständig abgerissen und durch ein neues Gewerbegebiet nördlich der Langemarckstraße überbaut – südlich davon entstand ein zweites Gebiet auf einem alten Sportplatz und Feldern. Im Gegenzug verschwand auch Nünnings Hof, an den nur noch die gleichnamige Straße erinnert. Ackerflächen und Weiden gibt es hier heute überhaupt nicht mehr, da die Siedlungen zusammengewachsen sind.

Karte Halde Friedrich Ernestine Essen

Zwischen dem Zechengelände und dem heutigen Hallopark ist in der Förderzeit der Zeche eine ausgedehnte Bergehalde entstanden. Sie ist größtenteils in den 1970ern nach der Schließung der Zeche und Errichtung des Gewerbegebietes verschwunden. Von einer Fläche von etwa 12 Hektar (gelbe Umrandung in der Karte oben) schrumpfte sie auf einen minimalen Überrest im Norden des Areals, vielleicht gerade einmal drei Hektar, der heute zugänglich ist und sich insbesondere auf der nördlichen Seite zur Bezirkssportanlage mit einer steilen Böschung über der Umgebung abhebt.

Auf der alten Güteranschlussbahn (rote Linie in der Karte) wird die Halde östlich der Brücke über die Ernestinenstraße erreicht. Während die Bahnstrecke früher in einer scharfen Kurve nach Süden abgeschwenkt ist, geht der Radweg geradeaus weiter und steigt plötzlich an – hier ist die alte Böschung erreicht. Einige Meter hinter dem Anstieg befindet sich auf der linken Seite ein Aussichtspunkt, von dem aus der Sportpark und die Zeche Zollverein sowie der Ortsteil Stoppenberg überblickt werden können. Am Horizont sind die Bergehalden Haniel, Oberscholven und Rungenberg auszumachen. Der Weg verläuft weiter über die Halde in den Hallopark, in dessen Zentrum genannte natürliche Erhebung steht.

Halde Friedrich Ernestine in Essen

Übergang von der Bahntrasse auf die Bergehalde

Halde Friedrich Ernestine in Essen

Aussichtspunkt an der nördlichen Haldenflanke

Halde Friedrich Ernestine in Essen

Blick vom Aussichtspunkt Am Hallo auf der Halde

Halde Friedrich Ernestine in Essen

Steile Haldenböschung zur Bezirkssportanlage Am Hallo

Halde Friedrich Ernestine in Essen

Aussichtspunkt mit Bänken

Halde Friedrich Ernestine in Essen

Zollvereinblick: Fördertürme und zwei Bergehalden am Horizont

Fazit und Tipp des Webmasters: Nicht weit entfernt vom Hallopark und der Halde befindet sich die äußerst sehenswerte Zeche Zollverein mit der Kokerei, Halden, dem Ruhrmuseum in der Kohlenwäsche und viel mehr zu entdecken. Nur wenige Kilometer östlich davon ist auf einer Nebenschachtanlage die Ausstellung Phänomania zu besichtigen.

 

Informationen zum Besuch der Halde am Hallopark:

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 aus Richtung Duisburg bis zur Ausfahrt 26 Essen-Frillendorf und rechts abbiegen auf die Schönscheidtstraße, dieser bis zum Ende folgen und links abbiegen in die Hubertstraße. Aus Richtung Dortmund bis zur Ausfahrt 27 Essen-Kray und rechts abbiegen auf die Krayer Straße. An der nächsten möglichen (hinter der Kirche) links in die Joachimstraße. Am Krayer Markt links abbiegen in den Heinrich-Sense-Weg und rechts in die Hubertstraße fahren.

Aus beiden Varianten der Hubertstraße folgen, bis nach wenigen Kilometern hinter den Supermärkten die Ernestinenstraße erreicht ist. Hier rechts abbiegen und die Bahnstrecke unterfahren. Rechts liegt bereits das beschriebene Gewerbegebiet. Hinter der kleinen Fußgängerbrücke über die Straße entweder rechts auf dem Parkplatz des Stadions parken oder links abbiegen in die kleine Wohnstraße Gartenkamp. Vom Stadion über die Rampe zum Radweg, von der Kreuzung Gartenkamp über die Treppe zur Brücke.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Ernestinenstraße, Nähe Kreuzung Gartenkamp in Essen

Geographische Koordinaten:51°28'25.91"N, 7° 2'47.41"E – Aussichtspunkt auf dem Haldenrest
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 364330 m, 5704332 m – Aussichtspunkt auf dem Haldenrest

Anreise mit Bus und Bahn: Die Anfahrt mit dem Nahverkehr ist nicht ganz einfach. Am besten ist die Halde über die Bushaltestelle Schultenkamp zu erreichen, an der aber nur Busse von entfernt gelegenen oder kleinen Bahnhöfen anfahren. Vom Hauptbahnhof aus ist daher folgende Route empfehlenswert: Mit der Straßenbahn-Linie 107 Richtung Gelsenkirchen / Hanielstraße bis Ernestinenstraße (eine Haltestelle davor zum Bereitmachen: Krankenhaus Stoppenberg). Dann in südlicher Richtung der Ernestinenstraße etwa 500 Meter bis zur Fußgängerbrücke über die Straße folgen und links die Treppe hoch gehen. Alternativ lässt sich der Fußweg mit dem Bus der Linie 160 bewältigen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Die regionale Radtour „Essen Erleben (Nord)“ führt direkt über die Halde, genauso wie die NaturRoute, eine von drei von Nord nach Süd verlaufenden Themenwegen.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Hallopark, nicht aber die benachbarte Halde dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Essen und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt er im Planquadrat C5. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

 

Quellen und weitere Informationen:

Stadt Essen über den Hallopark: www.essen.de

Zu den Halden im Ruhrgebiet Auf der Themen-Auswahlseite finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten Halden im Ruhrgebiet. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Bergehalden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden. In der Kategorie »Ausflugsziele« werden Tipps für Ausflüge in die Region Ruhrgebiet gegeben.

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 08 / 2018
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr