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Der Tippelsberg in Bochum

Größere Ackerflächen befanden sich noch vor wenigen Jahrzehnten zwischen den Bochumer Vororten Grumme und Riemke. Hier im dichtbesiedelten Teil des Ruhrgebiets war das schon eine Besonderheit. Die Felder erstreckten sich südlich der Autobahn A43 über den niedrigen, aber dennoch hervorstechenden Tippelsberg. Die Hiltoper Straße überquerte den etwa 119,5 Meter über dem Meeresspiegel hohen Hügel, den manche Quellen sogar noch zum nahen Ardeygebirge zählen, an seinem höchsten Punkt. Bis in die 1990er Jahre war dies so. Der sanft hervorstechende Berg wurde dann jedoch durch eine Boden- und Bauschuttdeponie künstlich von Menschenhand erhöht, unter anderem durch Aushub vom U-Bahn-Bau in Bochum. Die Hiltroper Straße wurde verlegt und umfährt das Gelände heute.

Durch die Aufstockung erreicht der Tippelsberg eine für das sonst vergleichsweise flache Ruhrgebiet recht stattliche Höhe von 147 Metern über dem Meeresspiegel und rund 55 Metern über dem Parkplatz zu seinem Fuße an der Zillertalstraße. Damit ist er nach Beginn der Aufschüttungen um fast 30 Meter gewachsen. In der nachfolgenden Reliefkarte ist der Tippelsberg in seiner heutigen Gestalt in der Mitte zu erkennen:

Höhenrelief Tippelsberg

Die Schuttdeponie wurde nach Abschluss der Aufschüttungen versiegelt und renaturiert. Seit 2007 ist der Tippelsberg zu einem schönen und vielbesuchten Naherholungsgebiet im Bochumer Norden geworden. Bewusst aufgenommen wurde er 2010 zur Aktion "SchachtZeichen", bei der im Zuge der Aktivitäten zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 ehemalige Förderschächte von Zechen mit einem großen gelben Heliumballon markiert wurden. Der Berg erwies sich dabei als äußerst guter Aussichtspunkt, um vergleichsweise viele dieser Zeichen sehen zu können. Er wurde dabei von Besuchern aus der ganzen Region besonders stark frequentiert, was zu vielen Berichten, Blog-Einträgen und Presse-Artikeln führte.

Am höchsten Punkt des Berges befindet sich ein gepflastertes Plateau mit einem etwa 12 Meter großen Gipfelkreuz. Ortsfremde werden danach jedoch vermutlich zunächst vergeblich suchen. Es handelt sich um ein liegendes Kreuz und ist eine große Sitzlandschaft. Rings um dieses Plateau stehen Stahlstelen. Sie weisen auf bestimmte Landmarken oder Aussichten hin. Löcher im Stahl richten den Blick des Betrachters direkt auf das beschriebene Objekt. Auf diese Art und Weise findet man Gebäude wie die Jahrhunderthalle oder das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum, das Rewirpower-Stadion des VFL Bochum oder die Stadt Herne. Außerdem zu erkennen sind in der Ferne die Halde Hoheward in Herten mit dem markanten Horizontobservatorium und dem Obelisk der übergroßen Sonnenuhr (bei guter Sicht und entsprechender Sehstärke). Außerdem das Windrad auf Halde Hoppenbruch, die große Halde Oberscholven und das Dach der Arena auf Schalke.

Aufstieg zum Tippelsberg in Bochum

Aufstieg auf den etwa 55 Meter über Umland hohen Tippelsberg

Erlebnispfad Tippelsberg

Erlebnispfad für Kinder

Plateau des Tippesberges

Gipfel mit Stahlstehlen für die Fernsicht

Weg auf den Tippelsberg

Auch bei "Usselwetter" und Kälte gibt´s viel zu entdecken

Blick vom Tippelsberg auf Halde Hoheward

Blick zur Halde Hoheward mit dem Horizontobservatorium

Tippelsberg in Bochum-Riemke

Gipfel des Tippelsberges

Panoramabild vom Tippelsberg in Bochum

Panorama vom Plateau auf dem Tippelsberg mit Stehlen und dem Gipfelkreuz

Plateau des Tippelsberg mit Stahlstehlen

Stahlsäulen im Rund

Plateau des Tippelsberg mit Stahlstehlen

Auch diese zwei Besucher wollen den "Revierblick" sehen

Gipfelkreuz auf dem Tippelsberg

Liegendes Gipfelkreuz - eine praktische Sitzgelegenheit

Tippelsberg

Sitzgelegenheit auch im Grünen am Hang

Gipfelkreuz auf dem Tippelsberg

Gipfelkreuz und Stelen mit Blick Richtung Stadtmitte (Süden)

Fußabdruck auf dem Tippelsberg

Große Fußabdrücke in Beton (in Anlehnung an eine Sage)

Bergbaumuseum Bochum vom Tippelsberg

Deutsches Bergbau-Museum am Rande der Innenstadt Bochums

Treppe am Tippelsberg

Aufstieg von der Hiltroper Straße aus

Stockrose auf dem Tippelsberg

Stockrosen in voller Blüte

Fazit und Tipp des Webmasters: Das Aussichtsplateau auf dem Tippelsberg lohnt sich für Freunde der weiten Aussicht. Kombiniert werden kann der Aufstieg mit einem Besuch im Bochumer Zoo und dem benachbarten Bismarckturm. Nicht weit entfernt befinden sich das Deutsche Bergbau-Museum und das Zeiss-Planetarium.

 

Informationen zum Besuch auf dem Tippelsberg:

Der Tippelsberg kann zu jeder Tageszeit frei bestiegen werden. Die Höhendifferenz wird durch Treppen und Rampen überwunden.

Anreise mit dem Auto: Auf der A43 bis zur Ausfahrt 16 Bochum-Riemke. Aus Richtung Münster rechts, aus Richtung Wuppertal und Kreuz Bochum links abbiegen auf die B51 Herner Straße. An der U-Bahn-Station »Riemke-Markt« links in die Tippelsberger Straße abbiegen. Achtung, aufpassen: Dort, wo die letzten Häuser vor den Feldern stehen, führt in der Rechtskurve schräg links ein Weg hoch, der ebenfalls als Tippelsberger Straße bezeichnet wird. Dort hinauffahren. Sofort dahinter zweigt links etwas versteckt die Zillertalstraße ab. Auch, wenn dies ein recht kleiner Weg ist – folgen Sie ihm bis zum Parkplatz kurz vor der Autobahnbrücke.

Zieleingabe in das Navigationssystem: Zillertalstraße in Bochum (großer Parkplatz), oder Hiltroper Straße Nähe Nr. 163 (kleiner Parkplatz)

Geographische Koordinaten:
51°30'25.73"N, 7°13'37.85"E – Gipfelkreuz
51°30'38.73"N, 7°13'26.67"E – Parkplatz
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
376967 m, 5707714 m – Gipfelkreuz

376761 m, 5708120 m – Parkplatz

Anreise mit Bus und Bahn: Von Bochum Hauptbahnhof oder Herne mit der U35 bis Riemke Markt. Von dort zu Fuß in die Tippelsberger Straße. Nach 700 m links in die Zillertalstraße und sofort rechts halten. Vorbei am Hof auf den Berg hinauf.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Der Emscher-Park-Radweg führt nahe am Tippelsberg vorbei.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Tippelsberg eingezeichnet. In der Rad- und Wanderkarte "Essen und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt er im Planquadrat C7, in der Nachbarkarte "Dortmund und Umgebung" im selben Maßstab im Planquadrat D1. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet   Rad- und Wanderkarte Essen und Umgebung
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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 01 / 2017
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(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr