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Halden rund um die Mengeder Heide

Halde Ickern • Halden Drucksbrücke • Halde Groppenbruch • Halde Hafen Achenbach

An dem Punkt, an dem die Städte Dortmund, Castrop-Rauxel und Waltrop aufeinandertreffen, ist die Landschaft recht flach, ländlich geprägt und durchzogen von der Emscher und vom Dortmund-Ems-Kanal. Dieser Landstrich rings um die Mengeder Heide, benannt nach dem gleichnamigen Dortmunder Vorort, ist stark vom Bergbau geprägt. So finden sich entlang der Autobahn A2 und des Kanals noch einige Überreste aus dieser Zeit in Form von ehemaligen Zechen und Bergehalden. Letztere sind jedoch zum Teil recht klein oder heute unscheinbar, sodass diese in dieser zentralen Dokumentation zusammengefasst werden.

Die folgende Karte zeigt die Lage der fünf in diesem Artikel beschriebenen Bergehalden in Dortmund, Castrop-Rauxel und Waltrop. Die Symbolfarben entsprechen der Klassifizierung der Größen auf der Halden-Karte.

Karte Halden in der Mengeder Heide

Im Text werden Sie von West nach Ost vorgestellt. Unmittelbar neben der Halde Groppenbruch liegt außerdem die grau markierte Halde Minister Achenbach I / II, die separat beschrieben wird und bereits im Kreis Unna im Lüner Ortsteil Brambauer liegt.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress sind die beschriebenen Standorte eingezeichnet. Der Rad-Leporello zur Rad-Route Dortmund-Ems-Kanal konzentriert sich auf den Wegeverlauf dieses einen Radfernweges. Trotzdem sind die meisten Ziele auch hier in der Kartografie zu finden.

Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Halde Ickern – Halde am Rapensweg in Castrop-Rauxel

Kulturzentrum AGORA

Am Rande der Mengeder Heide, im östlichsten Teil Castrop-Rauxels, trifft die als Sauerlandlinie bezeichnete Autobahn A45 von Aschaffenburg in Hessen kommend auf die A2 und hat hier im Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest nach fast 260 Kilometern ihr nördliches Ende. Unweit davon trennt die langgezogene Böschung wie ein gewaltiger Riegel den Stadtteil Ickern vom Gewerbegebiet Am Rapensweg. Dabei dient der kammförmige Höhenzug als Sicht- und Lärmschutz für die dahinterliegenden Wohngebiete. Das Gewerbegebiet liegt auf Grund und Boden der Zeche Ickern I / II. Deren Förderung begann 1912. Sie ist betrieblich in Zusammenhang zu sehen mit der nicht einmal einen Kilometer entfernten Zeche Victor, mit der sie zeitweise ein Verbundbergwerk bildete. Die Zeche Victor-Ickern wurde 1973 geschlossen. Bis in die 1980er Jahre erfolgten der weitgehende Abriss der Übertageanlagen und die Verfüllung der Schächte. Auf dieser Seite der Böschung erinnern nur noch die Protegohauben inmitten eines Parkplatzes an den Standort der Schächte und Fördergerüste. Vor der Ansiedlung der Zeche war der Ortsteil bis auf das Haus Ickern (an dessen Stelle sich nach dessen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg heute eine Schule und ein Sportplatz befinden) eine kleine, eher unbedeutende dörfliche Ansiedlung. Mit der Zeche ist es rasch der heute von der Einwohnerzahl her größte Vorort der Stadt Castrop-Rauxel geworden. Der Motor, der einst zum starken Wachstum des Ortes beigetragen hat, existiert jedoch heute nicht mehr.

Bedingt durch die zahlreiche Anwerbung vor allem griechischer und koreanischer Arbeitskräfte entstand im erhaltenen Kauengebäude mit dem Türmchen und dem Mansardendach neben dem Zechentor durch die 1982 gegründete griechische Kirchengemeinde 1985 der erste Vorläufer für das spätere internationale Begegnungs- und Kulturzentrum AGORA. Eine Agora war bei den alten Griechen der Marktplatz und zugleich Versammlungsort. Neben Räumlichkeiten für Seminare oder Veranstaltungen bietet das Zentrum in der schön renovierten Kaue und auf dem Freigelände einen Spielplatz, Bouleplatz, Grillplatz und als besonderen Kern ein Amphitheater, ein rundes, offenes Theater. Das Theater liegt im Hang eines Berges, der sich zur aktiven Zechenzeit noch nicht hier befunden hat. Es handelt sich um eine junge Bergehalde aus den 1980er Jahren. In historischen Topographischen Karten findet sich zwar eine kleine Halde, allerdings ist diese an anderer Stelle auf dem Zechengelände eingetragen. Sinnvoll als Halde Ickern I / II bezeichnet, findet sich in Literatur und Internet auch bedingt durch die parallele Straßenführung die Bezeichnung Halde Am Rapensweg. Sie besteht heute aus drei langgestreckten, aneinandergereihten Körpern mit einer Gesamtlänge von etwa 1,3 Kilometern. Die Fläche beträgt ca. 8,5 ha. Der Hauptteil ist über 800 Meter lang und nimmt alleine mit 5 ha mehr als zwei Drittel Fläche ein. Durch die Halde kommt es zu einer nachträglichen Teilung des stillgelegten Zechengeländes, dessen Eingangstor und die Kaue nun auf der Nord- und die ehemaligen Schächte auf der Südseite liegen. Im Bereich des Amphitheaters beließ man zur Durchfahrt zwischen den Geländeteilen bis 1992 eine Lücke in der Halde. Danach wurde die Lücke, bereits zu dieser Zeit langfristig als Arena geplant, zunächst nur halbkreisförmig zugeschüttet und erst im Zuge der IBA Emscher Park ab 1999 zum heutigen Freilufttheater ausgebaut. Damit ist die Halde Ickern die zweite Bergehalde im Ruhrgebiet mit einem kleinen Amphitheater neben der Halde Haniel in Bottrop. Durchaus liebevoll ausgebaute Treppenstufen führen von Osten und Westen auf den zentralen Haldenteil. Auf schmalem Grat verläuft der Weg durch den jungen Birkenwald, während die Böschung zum Rapensweg oder zur Wohnsiedlung auf der anderen Seite steil und zum Teil unbewachsen abfällt. Hier lässt sich besonders gut beobachten, wie der steinige und trockene Hang von der Natur mühevoll besiedelt wird.

Halde Ickern in Castrop-Rauxel

Westaufstieg auf die Halde Ickern

Halde Ickern in Castrop-Rauxel

Die Halde ist ein langgezogener Bergkamm mit Birkenbewuchs

Halde Ickern in Castrop-Rauxel

Freie Haldenböschung rechts und links vom Hauptweg

Halde Ickern in Castrop-Rauxel

Kammweg auf der Halde Ickern

Amphitheater des Kulturzentrums AGORA in Ickern

Amphitheater des Kulturzentrums AGORA in der Halde Ickern, rechts Kauengebäude und altes Zechentor

AGORA Kulturzentrum Ickern

Blick von den Zuschauerrängen auf die alte Kaue

Amphitheater in der Halde

Kulturcafé und Seminarräume neben dem offenen Theater

Anreise mit dem Auto: Ickern liegt direkt an der A2 mittig zwischen 2 Ausfahrten und kann je nach Herkunft unterschiedlich erreicht werden:

Auf der A2 Aus Richtung Hamm bis zur Ausfahrt 12 Dortmund-Mengede sowie von der A45 aus Wuppertal zunächst bis zum Kreuz Dortmund-Nordwest und Richtung Kamener Kreuz ebenfalls bis zu dieser Ausfahrt. Links abbiegen auf die Emscherallee, die in die Mengeder Straße übergeht. Den Kanal überqueren, etwa 1,5 km dahinter an der Ampel links in die Viktorstraße. An der abknickenden Vorfahrt links hakten auf der Ickerner Straße. Der Beschilderung Parkplatz AGORA folgend links abbiegen auf die Straße Am Rapensweg. Nach der Rechtskurve befindet sich links der Parkplatz, die Halde liegt bereits rechts und kann von hier aus erreicht werden.

Aus Richtung Oberhausen auf der A2 bis zur Ausfahrt 11 Henrichenburg. Links abbiegen auf die B235. Die Emscher überqueren und kurz darauf an der Ampel links abbiegen in die Heerstraße. Nach 1,5 km im Kreisverkehr geradeaus und schräg links (nicht nach Dortmund) auf die Ickerner Straße. Dem Straßenverlauf unter der Autobahn folgen. In der Rechtskurve geht sie in die Uferstraße über, in der folgenden Linkskurve in die Leveringhauser Straße. Nach ca. 950 m der Beschilderung Parkplatz AGORA folgen und rechts abbiegen in die Straße Am Rapensweg. Nach der Rechtskurve befindet sich links der Parkplatz, die Halde liegt bereits rechts und kann von hier aus erreicht werden.

Zieleingabe ins Navigationssystem:
Am Rapensweg in 44581 Castrop-Rauxel (Parkplatz)
oder Zechenstraße, Kreuzung Am Kärling in 44581 Castrop-Rauxel (Zecheneingang / AGORA, begrenzte Parkmöglichkeiten).

Geographische Koordinaten:
51°35'32.82"N, 7°21'08.58"E – Südlicher Zugang der Haupthalde
51°35'50.79"N, 7°21'33.77"E – Nördlicher Zugang
51°35'41.58"N, 7°21'18.28"E – AGORA Amphitheater
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
385869 m, 5716996 m – Südlicher Zugang der Haupthalde

386366 m, 5717541 m – Nördlicher Zugang
386062 m, 5717263 m – AGORA Amphitheater

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf., Gelsenkirchen Hbf. oder Oberhausen Hbf. mit dem RE 3 oder der S2 bis Castrop-Rauxel Hbf. Von dort mit dem Bus der Linie 480 Richtung Ickern Nord bis zur Endstation Ickern Nord (eine Haltestelle vorher zum Bereitmachen: Im Stahlskamp). Die Fahrtzeit beträgt etwa 20 Minuten. Zu Fuß in die Zechenstraße auf der anderen Straßenseite Richtung AGORA-Kulturzentrum, das nach wenigen Metern erreicht ist.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Ickern ist recht günstig an thematischen Radfernwegen gelegen. In der Nähe verlaufen Emscherweg, Emscher-Park-Radweg, Rad-Route Dortmund-Ems-Kanal und die Grüne Acht des Kreises Recklinghausen vorbei.

Quellen und Weitere Informationen:
Webseite des Kulturzentrums AGORA: www.agora-kulturzentrum.de

 

Halden Drucksbrücke in Waltrop

Die Brücke der Mengeder Straße über den Dortmund-Ems-Kanal in der Waltroper Bauerschaft Leveringhausen ist ein äußerst wichtiges Bauwerk. Sie verbindet Waltrop mit der Anschlussstelle an der Autobahn A2 und besteht praktisch seit dem Bau des Kanals, wurde allerdings in der Folgezeit zweimal durch einen Neubau ersetzt. Die jetzige Brücke stammt aus dem Jahre 1986 und besitzt die hier für Kanalbrücken so typischen Bögen mit untenliegender Fahrbahn. Der etwas ungewöhnliche Name stammt übrigens von der lokal stämmigen Familie Drucks ab. Auf ihr verläuft die Mengeder Straße, die Landstraße L609.

Auf der Westseite der Mengeder Straße ist auf jeder Kanalseite ein Standort für Bergeanschüttung ausgewiesen worden. Nach der Straßenbrücke sind diese als Halde Nördlich und Südlich der Drucksbrücke bezeichnet. Zusammen gehören sie zu den absolut wenigen Halden im Ruhrgebiet, die auf ihrem Gipfelplateau landwirtschaftlich genutzt werden – was beispielsweise auf den Halden im Rheinischen Braunkohlerevier fast die Regel ist.

Drucksbrücke über den Dortmund-Ems-Kanal in Waltrop

Drucksbrücke über den Dortmund-Ems-Kanal bei Waltrop. Dahinter mit Windrädern: Halde Nördlich der Drucksbrücke

Halde Südlich der Drucksbrücke
Zwischen dem Dortmund-Ems-Kanal und fast der Stadt- und Kreisgrenze zu Dortmund befindet sich eingerahmt von der Straße Im Dicken Dören die größere der beiden Halden Drucksbrücke. Sie überdeckt auf einer Fläche von ca. 22 ha Weideflächen und den ehemaligen Hof Höltermann. Ihre Höhe beträgt an der größten Differenz 14 Meter über der Umgebung, die zum südlich gelegenen Groppenbach abfällt. Der höchste Punkt liegt auf etwa 72 Metern über dem Meeresspiegel. Die niedrigste Höhe über dem Boden befindet sich somit am Kanal. Der Weg, der ursprünglich am Hof vorbei zur Mengeder Straße verlief, wurde um die Halde verlegt. Ein Feldweg verläuft rings um den Acker zum Kanaldeich, einer teilt sie in zwei Flächen von Nord nach Süd auf. Der umlaufende Weg wird von der von Büschen bewachsenen Haldenböschung begleitet. Im Norden wird der Deich entlang des Kanals praktisch höhengleich erreicht.


Halde Nördlich der Drucksbrücke
Die kleine Schwester im Norden ist dreieckig. Ihre Fläche beträgt etwa 21 ha und wird im Süden und Westen durch den Kanal begrenzt, der hier eine Kurvenform bildet. Die Ostgrenze bildet die Mengeder Straße, im Norden verläuft ein Feldweg. Auch dieses Exemplar wird landwirtschaftlich genutzt und besitzt im Gegensatz zu ihrer Nachbarin kaum erkennbare Böschungen, weshalb sie praktisch nicht als Bergehalde erkannt werden kann. Ihre Besonderheit sind vier Windräder, von denen drei in einer Reihe parallel zum Ufer nebeneinander stehen. Alle vier Anlagen wurden im Jahr 2009 in Betrieb genommen und produzieren je max. 800 kW Strom. Damit gehört die Halde zu den wenigen mit einer Stromerzeugung im Ruhrgebiet.

Die folgenden Fotos zeigen die beiden Halden bei einem Rundgang über die Südliche Halde und am vereisten Kanal im Winter:

Halde Drucksbrücke in Waltrop

Im Dicken Dören: Halde Südlich der Drucksbrücke als Acker

Halde Drucksbrücke in Waltrop

Landwirtschaftliche Flächen

Halde Drucksbrücke in Waltrop

Verräterische Böschungskante im Westen

Halde Drucksbrücke in Waltrop

Windräder auf der nördlichen Halde

Halde Drucksbrücke in Waltrop

Kanal mit bergsenkungsbedingt hohen Deichen

Halde Drucksbrücke in Waltrop

Halde Nördlich der Drucksbrücke mit vier Windrädern

Anreise mit dem Auto: Auf der A2 (und auch von der A45) bis zur Ausfahrt 12 Dortmund-Mengede im Kreuz Dortmund-Nordwest. Aus Richtung Oberhausen links und hinter der Autobahnbrücke rechts, aus Richtung Dortmund geradeaus in die Stofferstraße. Hier rechts den Parkplatz nutzen. Zu Fuß zurück auf der Emscherallee Richtung Waltrop ca. 350 Meter laufen. Die Straßenseite wechseln und in den Weg Im Dicken Dören abbiegen. Sofort rechts auf den Feldweg. Das Feld stellt bereits die Halde Südlich der Drucksbrücke dar.

Zur Nordhalde einfach weiter auf der Straße und den Kanal überqueren. Die Halde liegt dann links (Windräder).

Zieleingabe ins Navigationssystem (zum Parkplatz): Mengeder Straße, Kreuzung Stofferstraße in 45731 Waltrop

Geographische Koordinaten:
51°35'25.89"N, 7°23'22.19"E – Südhalde
51°35'45.11"N, 7°23'23.24"E – Nordhalde
51°35'04.34"N, 7°23'36.64"E – Parkplatzvorschlag
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
388418 m, 5716733 m – Südhalde

388468 m, 5717318 m – Nordhalde
388698 m, 5716053 m – Parkplatzvorschlag

Anreise mit Bus und Bahn: Die Halden Drucksbrücke sind mit dem Nahverkehr nur mäßig gut zu erreichen. Zunächst von Dortmund Hbf. oder Herne mit Zügen des RE 3 oder der S2 bis Dortmund-Mengede. Dort umsteigen in den Bus der Linie 289 Richtung Waltrop bis Groppenbrucher Straße (Nähe Parkplatz aus Anreisebeschreibung oben; Südhalde) oder Auf dem Heiken (Nordhalde). Alternativ von Brambauer (U41 aus Richtung Dortmund Stadtmitte) mit der Linie 472 bis Im Siesack oder Groppenbrucher Straße abhängig vom Linienende. Zu Fuß auf der Emscherallee Richtung Waltrop ca. 350 Meter laufen. Die Straßenseite wechseln und in den Weg Im Dicken Dören abbiegen. Sofort rechts auf den Feldweg. Das Feld stellt bereits die Halde Südlich der Drucksbrücke dar.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Die Rad-Route Dortmund-Ems-Kanal führt direkt an der südlichen Halde vorbei und unter der Drucksbrücke hindurch. Die Alternativroute am anderen Ufer berührt die nördliche Halde. Von Mengede aus ist ein Abstecher vom Emscher-Radweg möglich.

 

Halde Groppenbruch in Dortmund – Halde Mengeder Heide

An ihrem nördlichsten Punkt ist die Stadt Dortmund im Bereich der Mengeder Heide recht dörflich geprägt. Ellinghausen, Schwieringhausen und Groppenbruch gehören zweifellos zu den weniger bekannten und kleinen Ortsteilen der Großstadt.

Eingerahmt zwischen dem Kanal, der Autobahn A2 und einer Landstraße befindet sich die etwa 18 ha große, 17 Meter über Umgebung und 92 Meter über dem Meeresspiegel hohe Halde Groppenbruch, die aufgrund der Lage auch unter dem inoffiziellen Namen Halde Mengeder Heide zu finden ist. Derzeit befindet sich die Halde in einem Übergangsstadium zwischen Entlassung aus der Bergaufsicht und Realisierung einer konzeptionellen Nutzung. Zeitweise lassen sich noch heute von der Autobahn A2 aus doch noch Schüttungen beobachten. Es wird über die Integration in ein bestehendes Naturschutzgebiet nachgedacht und über den schonenden Ausbau dieser Bergehalde für die Naherholung. Eine Zeit lang war die Halde durch ihr flaches Haldenplateau und kurze, steile Terrassenhänge beliebt bei Motocross- oder Quadfahrern, bis eine Messung die störende Wirkung des Lärms bewies, die meisten Fahrer Einsicht zeigten und von der Halde abließen. Seitdem herrscht hier weitgehend Ruhe. Frische Reifenspuren im Abraum sieht man allerdings auch heute noch.

Es führen Wege von der Rad-Route Dortmund-Ems-Kanal auf die Halde, die sogar einen kleinen Parkplatz besitzt. Während einige Quellen das Betreten der Halde verbieten und eine geteerte Auffahrt von der Landstraße sogar abgesperrt ist, sind uralte »Betreten Verboten«-Schilder wohl aus der Frühzeit der Schüttung nur noch in Fragmenten erkennbar. Zwei versetzt angelegte rot-weiße Absperrgeländer, wie man sie von Radwegen o. ä. kennt, demonstrieren allerdings offensichtlich die legale Nutzbarkeit des Hügels als Aussichtspunkt und zum Spazierengehen. Spaziergängern mit oder ohne Hund kann man hier häufiger begegnen. Die Aussicht von dieser eigentlich gut exponierten Stelle hält sich jedoch in Grenzen. Zu einigen Seiten ist die Halde bewachsen, weshalb höchstens ein Blick über die Felder zur benachbarten Halde Minister Achenbach I / II im benachbarten Lünen-Brambauer, auf die Autobahn oder Felder im Nordosten möglich ist. Selbst der Kanal ist (nicht nur im Sommer) durch Büsche verdeckt. Der Halde und den Verantwortlichen bei der Stadt Dortmund ist hier einfach noch ein wenig Zeit zu geben, ein vernünftiges Konzept zu entwickeln und umzusetzen. Günstiger kann die Lage einer Halde im Bezug auf die Autoanreise nicht sein.

Achtung: Wegen aktueller Schüttungsmaßnahmen kann die Begehbarkeit eingeschränkt, untersagt oder gar gefährlich sein.

Halde Groppenbruch

Halde Groppenbruch in Dortmund bei -3°C

Bergehalde Groppenbruch in Dortmund

Blick vom Haldentop auf die Autobahn A2

Halde im Ruhrgebiet

Auf dem nackten Haldentop wachsen inselartig Gräser

Halde Groppenbruch

Halde Minister Achenbach I / II in Brambauer - mit zwei Gipfeln

Weg auf die Halde

Auf einer Terrasse verlaufender Weg

Halde Groppenbruch in Dortmund

Haldentop von Groppenbruch

Halde in Dortmund

Zugang zur Halde vom Groppenbrucher Hafen

Böschung auf die Halde

 

Anreise mit dem Auto: Auf der A2 (und auch von der A45) bis zur Ausfahrt 12 Dortmund-Mengede im Kreuz Dortmund-Nordwest. Aus allen Fahrtrichtungen zunächst rechts abbiegen auf die Emscherallee und kurz darauf an der zweiten Kreuzung links in die Königsheide abbiegen. Unter der Autobahn hindurch fahren und den Kanal überqueren. Hinter der Kanalbrücke rechts auf den Parkplatz fahren.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Königsheide in 44359 Dortmund – bei kartengestützter Eingabe einfach die Kanalbrücke auswählen!

Koordinaten: 51°35'10.05"N, 7°24'22.83"E – Zugang zur Halde
Die Koordinaten können in das Eingabefeld z.B. von GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 389591 m, 5716210 m – Zugang zur Halde

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf., Duisburg Hbf., Castrop-Rauxel Hbf. oder Wanne-Eickel Hbf. mit dem RE 3 bis Dortmund Mengede, ebenfalls möglich von Recklinghausen Hbf., Essen Hbf. oder Dortmund Hbf. mit der S2. Dort umsteigen in den Bus der Linie 472 Richtung Groppenbruch oder Lünen-Brambauer. Mit dem Bus innerhalb von zehn Minuten bis zur Haltestelle Am Siesack fahren. Dort zu Fuß über die Kanalbrücke und dann dahinter rechts über die Zufahrt zum Parkplatz zur Halde Groppenbruch.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: In der Nähe der Halde verläuft die Rad-Route Dortmund-Ems-Kanal vorbei – allerdings am "falschen" Ufer. Über die Kanalbrücke bei Groppenbruch wird die Halde erreicht. Die Alternativroute am anderen Ufer erschließt die Halde direkt.

 

Halde Hafen Achenbach

Jenseits der Autobahnbrücke über den Kanal befindet sich der kleine Verladehafen der Zeche Minister Achenbach. Ähnlich wie der nördlich gelegene Hafen Schwieringhausen ist er lediglich eine geometrisch geformte Verbreiterung des Kanals und wenig spektakulär. Zwischen der Autobahn und einer den Hafen auch erschließenden ehemaligen Eisenbahn befindet sich eine etwa 5,5 Hektar große Bergeschüttung. Sie ist kreativ als Halde Hafen Achenbach benannt. Sie erhebt sich nur wenige Meter über der Umgebung und stellt sich heute unauffällig und wenig sehenswert für Haldenfreunde dar.

Halde Hafen Achenbach

Halde Hafen Achenbach

Halde Hafen Achenbach

Kleine, unauffällige Halde mit weiter Grünfläche

Anreise mit dem Auto: (Wie zur Halde Groppenbruch) Auf der A2 (und auch von der A45) bis zur Ausfahrt 12 Dortmund-Mengede im Kreuz Dortmund-Nordwest. Aus allen Fahrtrichtungen zunächst rechts abbiegen auf die Emscherallee und kurz darauf an der zweiten Kreuzung links in die Königsheide abbiegen. Unter der Autobahn hindurch fahren und den Kanal überqueren. Hinter der Kanalbrücke rechts auf den Parkplatz fahren. Zu Fuß zum Kanal und unter der Autobahnbrücke hindurch. Dahinter links auf die Halde Hafen Achenbach.

Zieleingabe ins Navigationssystem (zum Parkplatz): Mengeder Straße, Kreuzung Stofferstraße in 45731 Waltrop

Geographische Koordinaten: 51°34'58.07"N, 7°24'43.49"E – Halde Hafen Achenbach
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 389981 m, 5715832 m – Halde Hafen Achenbach

Anreise mit Bus und Bahn: (Wie zur Halde Groppenbruch) Von Dortmund Hbf., Duisburg Hbf., Castrop-Rauxel Hbf. oder Wanne-Eickel Hbf. mit dem RE 3 bis Dortmund Mengede, ebenfalls möglich von Recklinghausen Hbf., Essen Hbf. oder Dortmund Hbf. mit der S2. Dort umsteigen in den Bus der Linie 472 Richtung Groppenbruch oder Lünen-Brambauer. Mit dem Bus innerhalb von zehn Minuten bis zur Haltestelle Am Siesack fahren. Dort zu Fuß über die Kanalbrücke und dann dahinter rechts über die Zufahrt zum Parkplatz der Halde Groppenbruch und weiter zum Kanal. Links halten zur Autobahn und die Brücke unterqueren. Dahinter links auf die kleine Halde Hafen Achenbach.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: In der Nähe der Halde verläuft die Rad-Route Dortmund-Ems-Kanal vorbei – allerdings am "falschen" Ufer. Über die Kanalbrücke bei Groppenbruch wird die Halde mit Umweg erreicht. Die Alternativroute am anderen Ufer erschließt die Halde direkt.

Zu den Halden im Ruhrgebiet Auf der Themen-Auswahlseite finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten Halden im Ruhrgebiet. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Bergehalden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden. In der Kategorie »Ausflugsziele« werden Tipps für Ausflüge in die Region Ruhrgebiet gegeben.

Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 01 / 2016
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