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Die Halde Hühnerheide in Oberhausen

Ob »Karnickelberg« oder »Hühnerheide« – eine tierisch gute Aussicht bietet sich demjenigen, der zwischen Oberhausen und Dinslaken auf die alte Deponie steigt und damit einen weiten Blick auf das westliche Ruhrgebiet und den Niederrhein hat. Sie liegt am Rande des namensgebenden Forst Hühnerheide, einer ausgedehnten Waldfläche direkt neben der Hollandbahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Oberhausen-Holten und Dinslaken. Von hier aus ist die Grenze zwischen diesen beiden Städten nicht mehr weit entfernt. In den 1960er Jahren wurde der erste Teil einer Mülldeponie westlich der Hühnerstraße aufgeschüttet. Heute ist dies der bewaldete Südteil dieser Anhöhe. Wenig später begann die Deponierung auf einer wesentlich größeren angrenzenden Fläche, die sich hinter der heutigen Schutzhütte erhebt. Bis dorthin führt der Zufahrtsweg, auf dem noch heute Reste der früheren Wiegeanlagen und entsprechende Fahrbahnmarkierungen zu erkennen sind. Im Jahre 1996 wurde die Deponie samt verbliebenem Forst zum 252 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet „Hühnerheide-Waldhuck“. Die Deponie ist versiegelt und renaturiert – und für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die folgende Karte zeigt ein Reliefbild der Halde mit der Amtlichen Basiskarte. In der Mitte sind die beiden unterschiedlich alten Teile gut zu erkennen – westlich der Hütte befindet sich der neue Teil, südlich davon der alte Teil. Die verbliebenen Waldflächen der Hühnerheide schließen sich nördlich an und werden durch die Forststraße durchschnitten.

Karte Halde Hühnerheide in Oberhausen

Die in der Karte markierte Schutzhütte ist nicht nur ein kleiner Unterstand. Der überraschend große Holzbau bietet vielfältige Informationen über das Landschaftsschutzgebiet und Angebote, an Führungen von Naturschutz-Rangern auf den Karnickelberg und in die angrenzenden Waldflächen des Forsts Hühnerheide teilzunehmen. Heute ist das gesamte Gebiet mit Spazierwegen erschlossen und kann erkundet werden. Die Wege führen von hier aus auch zum höchsten Schild zum KarnickelbergPunkt des 13,5 Hektar großen neuen Teils der Deponie auf 72,7 Metern über den Meeresspiegel, etwa 35 Meter über der umgebenden Waldfläche. Dieser ist nur an den Böschungen von niedrigen Büschen bewachsen, der Gipfel erlaubt weitgehend freie Sicht. Der ältere Teil im Südosten hat eine Höhe von maximal 63,2 Metern über dem Meeresspiegel und erhebt sich damit etwa 27 Meter über dem Zugang an der Hühnerstraße hoch. Seine Fläche beträgt ca. 6,5 Hektar.

An mehreren Stellen und Blickrichtungen stehen auch charakteristische Holzbänke aus ganzen Baumstämmen, die sich für eine Rast anbieten. In südlicher Richtung ist die Skyline von Duisburg mit Türmen, Schornsteinen und Industrieanlagen zu erkennen. Im Vordergrund lassen sich auch die eiförmigen Faultürme der Kläranlage Emschermündung finden. Im Westen erheben sich auf der anderen Seite der Emscher die Halden und Deponien in Wehofen und Lohberg. Die Halde Lohberg Nord trägt ein Windrad. In nordöstlicher Richtung liegt die große Halde Haniel, die sich ebenfalls gut von der Umgebung abhebt.

Die folgenden Fotos stammen von einem Aufstieg bzw. besser gesagt einer Auffahrt mit dem Fahrrad auf den Karnickelberg im Zusammenhang mit einer Tour auf dem Grünen Pfad, einem von Duisburg kommenden Bahntrassen-Radweg, der bei Sterkrade in die HOAG-Trasse übergeht und ganz nah an der Deponie vorbeiführt. Die Tour habe ich zusammen mit Stefan gemacht, dem blauen Männchen mit dem weißen Helm. Zwar ist dieser tolle Aussichtspunkt nicht besonders zentral und verkehrsgünstig gelegen, doch ein Besuch lohnt vor allem aufgrund der schönen Rundumsicht. Vielleicht machen Sie ja einmal einen Abstecher, falls Sie in der Nähe unterwegs sind. Bei dem Besuch wurden allerdings weder Hühnervögel noch Kaninchen (Karnickel) beobachtet. Der prächtige Hahn im Titelbild pickt seine Körner jedenfalls auf einem Bauernhof in Fröndenberg.

Hühnerheide in Oberhausen

Ehemalige Einrichtungen der Deponie an der Zufahrt

Hühnerheide in Oberhausen

Lächelnder Fahrradständer mit Hinweisschild zur Bergauffahrt

Hühnerheide in Oberhausen

Baumstamm-Bank am Weg zum Gipfel

Hühnerheide in Oberhausen

Freie Sicht in die Umgebung – Kilometer weit

Hühnerheide in Oberhausen

Rastmöglichkeit auf dem Gipfel der Halde Hühnerheide an einer der charakteristischen Holzstamm-Bänke

Hühnerheide in Oberhausen

Junge Busch-Vegetation an den Hängen der Halde

Hühnerheide in Oberhausen

Blick von einer Bank in Richtung Halde Haniel

Hühnerheide in Oberhausen

Blick Richtung Westen nach Voerde

Hühnerheide in Oberhausen

 

Hühnerheide in Oberhausen

Eindrucksvolle Industriekulisse am Horizont

Hühnerheide in Oberhausen

Eine der drei Halden bzw. Deponien in Wehofen

Informationen zum Besuch der Halde Hühnerheide:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Das Landschaftsschutzgebiet ist ständig frei zugänglich.

Anreise mit dem Auto: Auf der A3 unweit des Kreuzes Oberhausen mit der A2 bis zur Ausfahrt 9 Dinslaken-Süd. Aus allen Richtungen rechts auf die Brinkstraße / B8. Nach 2,1 km links abbiegen auf die Oberhausener Straße, dann links auf die Jäger- und sofort rechts auf die Forststraße. Dieser 1,5 km folgen. Rechts abbiegen in die Hühnerstraße. Nach 400 m rechts oder im Wohngebiet parken. Der Beschilderung zum „Karnickelberg“ folgen.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Hühnerstraße, Kreuzung Genter Straße in Oberhausen

Geographische Koordinaten:
51°32'38.58"N, 6°47'53.64"E – Schutzhütte
51°32'37.52"N, 6°47'42.86"E – Gipfel
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
347325 m, 5712625 m – Schutzhütte

347116 m, 5712599 m – Gipfel

Anreise mit Bus und Bahn: Von Oberhausen Hbf., Duisburg Hbf. oder Wesel mit RE 5, 19 oder RB 35 bis Oberhausen-Holten. Vom Bahnhof ist die Halde über einen ca. 1,5 km langen Fußweg zu erreichen. Dazu von der nördlichen Bahnhofseite über den Parkplatz zur Oranienstraße, links in die Genter Straße abbiegen und dieser bis zum Ende folgen. Dort befindet sich der beschilderte Zugang zum „Karnickelberg“.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Der Emscher-Weg verläuft in der Nähe der Halde Hühnerheide entlang. In Höhe Holten ist ein ca. 1,5 km langer Abstecher zur Deponie möglich. Unmittelbar am Bahnhof Holten ist auch eine Anreise von der HOAG-Trasse aus Sterkrade denkbar. Dies ist die Verlängerung des Bahntrassenradweges Grüner Pfad.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist die Deponie dargestellt. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

 Rad- und Wanderkarte Essen und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet   Radwanderkarte Niederrhein - Nördlicher Teil

Zu den Halden im Ruhrgebiet Auf der Themen-Auswahlseite finden Sie weitere Dokumentationen dieser Art zu anderen Halden im Ruhrgebiet. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Bergehalden, Typen und Generationen sowie Landmarkenkunst auch eine Übersichtskarte zu finden.

Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 01 / 2017
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr