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Erlebnisraum Halde Großes Holz in Bergkamen

Die Bergkamener Alpen: Halde Großes Holz mit Korridorpark, Baumplateau, Adener Höhe • Halden Haus Aden • Halde Monopol

Beinahe wie ein Pickel auf der Erdoberfläche wirkt die Bergehalde in der Lippeniederung im Kreis Unna als vierthöchste ihrer Art im Revier und die höchste überhaupt im östlichen Ruhrgebiet. Steil scheinen sich die Hänge aus großer Entfernung betrachtet zu einem ungewöhnlich hohen Berg inmitten des Flachlandes zu erheben. Mit einer Fläche von fast 200 ha entpuppt sich das Gelände zwischen dem Bergkamener Vorort Oberaden und dem Datteln-Hamm-Kanal als zweitgrößte Haldenlandschaft im Ruhrgebiet nach dem Landschaftspark Hoheward und dürfte damit auch zu den größten Aufschüttungen von Abraum auf dem europäischen Kontinent zählen.

Mit der bereits erwähnten Haldenlandschaft Hoheward hat dieser Erlebnisraum durchaus einige Gemeinsamkeiten. Wie auch in Herten bestand hier ursprünglich ein ausgedehntes Waldgebiet, ein dichter Buchenwald in der Kamer Mark mit dem Namen Großes Holz, von dem sich auch der Name ableitet. Dieser hat sich noch bis vor wenigen Jahrzehnten nachweislich dank historischer Karten an dieser Stelle befunden, bevor der Abraum abgelagert wurde. Die folgende Abbildung zeigt das Gebiet auf einer Karte der Preußischen Uraufnahme von 1877 bis 1915. Die Lage der Halde heute ist durch ein darunter projiziertes Reliefbild gut zu erkennen. Vom ursprünglichen Wald ist auf dem Gebiet der Halde und dem östlich benachbarten Chemiewerk nichts erhalten geblieben – lediglich am Beversee sind Reste davon zu finden.

Historische Karte Großes Holz Bergkamen

Die Haldenlandschaft, die auch als "Bergkamener Alpen" bezeichnet wird, beinhaltet vier unmittelbar benachbarte Halden, die im Laufe der Zeit angeschüttet oder erweitert wurden. Die maximale Entfernung von Norden nach Süden beträgt etwa zwei Kilometer.

Die erste Schüttung erfolgte auf dem Gelände der heutigen Halde Monopol von etwa 1942 bis 1976. Die Halde Großes Holz wuchs mit der Zeit von 1962 bis heute von der Erich-Ollenhauer-Straße im Süden zunächst bis und schließlich über die Waldstraße hinaus bis an die Güterbahnstrecke im Norden. Zwischen Eisenbahn und dem Datteln-Hamm-Kanal wurden von 1962 bis 1977 die beiden Halden Haus Aden 1 und Haus Aden 2 angeschüttet. Noch heute wird in einem kleinen, nicht zugänglichen Teil der Halde Großes Holz Bodenmaterial abgeladen. Lageskizze Halde Großes Holz

Die nebenstehende vereinfachte Skizze erläutert Lage und Zeiträume der entsprechenden Bergehalden.

Die größte Fläche nimmt die in drei Abschnitten erweiterte Halde Großes Holz ein, deren ältester Teil, die Adener Höhe, mit ca. 148 Metern über dem Meeresspiegel und 84 Metern über der Umgebung zugleich auch der höchste Punkt ist. Ihre höchste Spitze macht die Halde zur fünfthöchsten im Ruhrgebiet bzw. zum dritthöchsten derzeit zugänglichen Exemplar. Die Grundfläche beträgt 121 ha. Zusammen summieren sich alle Bergeablagerungen auf eine stattliche Fläche von etwa 200 ha.

Eine Besonderheit und weitere Gemeinsamkeit mit dem Landschaftspark Hoheward ist der Tunnel unter der Halde. Während unter der Halde Hoheward eine Eisenbahntrasse unter den Bergemassen hindurchführt, ist es hier eine Bandbrücke, die einst Kohle unter der Halde Großes Holz, über die Eisenbahn und unter der Halde Haus Aden 2 zum benachbarten Kohlekraftwerk Bergkamen in Heil transportiert hat.

 

 

1. Halde Großes Holz (Tag und Nacht)

Die eigentliche Halde Großes Holz ist das größte Landschaftsbauwerk des Komplexes. Sie besteht historisch bedingt aus mehreren Abschnitten und Teilen. Die höchste Stelle ist die Adener Höhe im Südwesten der Halde mit maximal 148,1 m ü. NN und 84 m über der umgebenden Flur. Sie stellt zugleich auch den ältesten Schüttbereich dar – hier wurde von 1962 bis 1975 taubes Gestein zu einem kegelförmig hervorstechenden Gipfel aufgeschüttet, der der Halde ihre weithin sichtbare charakteristische Landschaftsform gibt. Die Halde hat sich von Süd nach Nord ausgedehnt. Das Große Holz, also der ursprüngliche Wald, wurde dabei sukzessive vor der Schüttung abgeholzt und die Halde anschließend rasch rekultiviert, sodass sich die Phase ohne Bewuchs auf eine kleine Fläche und einen kurzen Zeitraum begrenzte. Verschiedene, inzwischen etwas in die Jahre gekommene Quellen kategorisieren dieses Exemplar als brennende Halde, ein aktueller Status dazu konnte bisher nicht recherchiert werden. Eine Gefahr für Mensch und Tier besteht jedoch nicht. Ein Besuch ist ungefährlich und besonders prickelnd unter dem Hintergrund, dass sich irgendwo tief unter einem vielleicht doch noch ein Glutnest selbstentzündeter Kohle befinden könnte.

Nördlich und östlich an die Adener Höhe schließt sich der sogenannte Korridorpark auf einer Art Hochebene an. Im Kern ist dies ein langgestreckter Park, der etwa dem Verlauf der überschütteten Waldstraße folgt. Ungewöhnlich geformte, etwa acht Meter hohe Skulpturen aus Stahl und Plexiglas, die sich an der etwas verzogenen Form des Fördergerüstes der Zeche Monopol anlehnen, dienen zum einen als Beleuchtung und Orientierung im Park, zum anderen bilden sie den Teil eines blauen Bandes von West nach Ost bis zur Stadtmitte Bergkamens. Blau blühende Vegetation, blaue Dekosteine und sogar blaue Asphaltmarkierungen verstärken diesen Effekt.

Blaues Blütenband Halde Großes Holz in Bergkamen

Am Fuße der Halde Großes Holz: Leuchtturm am Blütenband

Halde Großes Holz und Adener Höhe von der Waldstraße gesehen

Blick von der Waldstraße auf die Adener Höhe

Blaues Band auf der Halde Großes Holz

Westflanke zur Waldstraße mit dem blauen Band

Bastion auf der Halde Großes Holz

Die Bastion als gut exponierter Aussichtspunkt im Korridorpark

Halde Großes Holz Bergkamen

Typische blaue Leuchttürme im Korridorpark mit Blick auf die Adener Höhe und das Kohlekraftwerk in Lünen

Schmetterling auf Lavendel

Schmetterling auf Lavendel: Blaues Band in Blütenform

Wegweiser auf der Halde

Hinweisschild im Korridorpark

Blaue Leuchttürme im Korridorpark auf der Halde Großes Holz

Die blauen Leuchttürme markieren den Weg

Halde Großes Holz in Bergkamen, Ruhrgebiet

Blaue Türme aus Plexiglas und Stahl, dahinter Kraftwerk in Heil

Die Adener Höhe ist der höchste Punkt der Halde und überragt die übrige Hochebene deutlich. Sie bildet zugleich den höchstgelegenen Ort in der nahen Umgebung und insbesondere der Stadt Bergkamen. Von ihrem Gipfel reicht der Blick bei entsprechendem Wetter vor allem in Richtung Süden und Westen besonders weit über das östliche Ruhrgebiet und das Münsterland, ist die Umgebung in der Lippe-Niederung doch sonst überwiegend flach. Besondere Landmarken sind das Fördergerüst Haus Aden, das Lanstroper Ei, Schloss Cappenberg, die Innenstadt von Dortmund und Kamen sowie der Höhenzug Haarstrang im Süden, der fast die Grenze des Ruhrgebiets zum Sauerland markiert.

Seit Dezember 2010 zählt sich das Große Holz zur stolzen Liste der Halden mit Landmarkenfunktion. In dem Monat wurde nämlich die etwa 30 Meter hohe weiße Stahlsäule auf der Adener Höhe mit fast 15.000 Leuchtdioden eingeweiht. Seitdem pulsiert weithin sichtbar das Licht der Säule nach dem Konzept der Kölner Künstler Maik und Dirk Löbbert, verbraucht durch die energiesparende LED-Technik weniger Strom als eine Herdplatte (im Mittel etwa 1,5 kW) und bildet unter den Halden damit ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. Nachbarn der näheren Umgebung brauchen nachts auf dem Weg ins Bett oder zum Kühlschrank kein Licht mehr einzuschalten, wie einige Anwohner glaubhaft zu berichten meinen – realistisch reicht es tatsächlich aus, den Gipfel ohne Taschenlampe zu besteigen (vgl. nächster Abschnitt Nachtwanderung). Die Investition dieses als Impuls bezeichneten Lichtschwertes, liebevoll auch »der Pin« genannt, hat knapp 650.000 Euro gekostet.

Im Jahr 2014 wurde die Gipfel-Plattform neugestaltet. Für 1,2 Mio. Euro entstand am höchsten Punkt eine Betonfläche, die sich aus zwei leicht angewinkelten elliptischen Formen bildet. Eingefasst wird die Fläche durch von Betonmauern begrenzte Rosenbeete. Im Westen bietet eine neue Schutzhütte einen Unterstand bei plötzlichem Schlechtwetter. Entstanden ist außerdem eine neue Treppe auf der Südwestseite. Die Anlage ersetzt ein bis dahin eher unbefestigtes und bei Regen matschiges Plateau mit einer kleinen Plattform, die einen beschränkten Blick nach Süden und Westen zuließ. Während der monatelangen Bauarbeiten stand neben dem Impuls-Lichtschwert mit einem Baukran eine zweite hohe Landmarke, die weithin sichtbar war. Die zeitweise Zerstörung eines Bauwagens samt Steuerung der Krananlage durch Vandalismus und Absperrung der Baufahrzeuge hinter einem doppelten Bauzaun mit zwischenliegenden Natodraht lässt leider einige Zweifel zu, wie Betonwände, Schutzhütte, Blumenbeete und Platz in absehbarer Zeit ohne intensive Pflege aussehen und riechen werden. Eine nette Planung im Entwurf, deren Praktikabilität und deren Nutzen an diesem Ort stark in Zweifel gestellt werden darf. In Anbetracht der Investitionskosten sollte darüber hinaus die Frage gestellt werden, ob neben dem Bau der Treppe eine Neupflasterung des alten Platzes samt Ausstattung mit einigen Bänken oder Spielgeräten und ein Gehölzschnitt nicht ausgereicht hätten.

Die Adener Höhe auf der Halde Großes Holz

Treppe zum Gipfel der Adener Höhe

Gipfel der Halde Großes Holz

Neues Gipfelplateau auf der Halde Großes Holz

Gipfel der Halde Großes Holz

Schutzhütte unterhalb des Gipfels mit Bergkamener Motiven

Blick von der Halde

Blick auf Oberaden und abziehenden Frühnebel

Gipfel der Halde Großes Holz

Zwei ineinander verschränkte Ellipsen bilden das Gipfelplateau mit Fernsicht. Rechts das Dach der Schutzhütte

Blick von der Halde im Ruhrgebiet

Schutzhütte und Rosenbeete mit Fernblick

Aussicht vom Gipfelplateau der Halde Großes Holz

Weite Aussicht von den Ellipsenflächen auf der Adener Höhe

Halde Großes Holz im Ruhrgebiet

Leuchtturm auf der Adener Höhe im Gegenlicht der Wintersonne

Leuchtschwert

30 Meter hohe Skulptur mit ihren zahlreichen Leuchtdioden

Zurück von der Adener Höhe in den Korridorpark: Hier weist eine Beschilderung bereits in Richtung der Gräserfelder. Hier stehen auf kleinem Raum unterschiedliche Gräserarten in dichten Büschen oder geometrischen Formen zusammen. Koniferen in ihrer Mitte wirken aus der Entfernung wie Menschen. Hier und dort lädt eine Bank inmitten des frischen Grüns, das sich im Wind sanft biegt, zu einer Pause ein. Doch Vorsicht – hier und dort laufen leicht versteckte Entwässerungsgräben durch die Fläche. Der angrenzende nordwestliche Quadrant der Halde befindet sich noch in Schüttung und kann nicht betreten werden. Nach absehbarem Ende der Arbeiten wird hier bald eine multifunktionale Veranstaltungsfläche mit dem Namen Naturarena entstehen.

Gräserfelder im Korridorpark

Büsche mit Koniferen: Das frisch-grüne Gräserfeld

Gräserfelder im Korridorpark

Gräserfelder auf der Halde

Baumplateau und Gräserfelder auf der Halde Großes Holz in Bergkamen

Gräserfelder am Rande des Baumplateaus mit Koniferen – trocken und verwelkt im Winterhalbjahr

Gräserfeld auf der Halde Großes Holz

Gräserfeld im Spätherbst

Halde Großes Holz Zeche Monopol

Gräsergarten und Fördergerüst der Zeche Monopol

Eine bizarre Hügellandschaft mit Wassergräben und einem Teich bildet das sogenannte Baumplateau mit Kiefern und Koniferen auf geometrisch angeordneten Anhöhen. Es schließt sich direkt an die Gräserfelder an. Auch hier verlaufen Entwässerungsgräben kreuz und quer über die Oberfläche. Von hier aus lässt sich das Kohlekraftwerk Bergkamen im Ortsteil Heil jenseits des Kanals beobachten, aus dessen Kühlturm bei Betrieb mächtige und weithin sichtbare Kondenswolken aufsteigen. Es war bis vor wenigen Jahren mit einem Transportband mit der Zeche Monopol verbunden, das zu diesem Zwecke in einem Tunnel unter der Halde Großes Holz und der benachbarten Halde Haus Aden 2 hindurchgeführt wurde. Das südöstliche Tunnelportal ist erreichbar, aber aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Baumplateau und Gräserfelder auf der Halde Großes Holz in Bergkamen

Wassergräben auf dem Baumplateau

Baumplateau ohne Bäume

Etwas skurrile Landschaftsformen auf der Halde: Baumplateau

Blick von der Halde Großes Holz auf das Kraftwerk Bergkamen

Baumplateau mit Wiesen, Hügeln, Gräben und Wasserflächen

Kraftwerk spiegelt sich im See auf der Halde Großes Holz

Teich auf der Halde Großes Holz mit dem Kraftwerk Bergkamen

Baumplateau auf der Halde Großes Holz in Bergkamen

Diese Mutige Pflanzmischung gibt der Ebene den Namen: Kiefern und Koniferen auf den geometrischen Hügeln des Baumplateaus

Kiefern und Koniferen auf der Halde Großes Holz

Kiefern und Koniferen – typisch für das Baumplateau

Biotop auf der Halde

Regenwasser bildet ein Biotop auf dem Gipfel

Bergehalde in Schüttung

In Schüttung befindlicher Quadrant der Halde: Zutritt verboten!

Tunnel unter der Halde

Alter, heute ungenutzter Tunnel unter der Halde (Südportal)

Halde Großes Holz im Ruhrgebiet

Blick von der zukünftigen "Himmelsrampe" über den Korridorpark mit den Gräserfeldern auf den Haarstrang ins Sauerland

Die Halde ist ganzjährig durch den Vegetationswandel sehenswert – doch das nicht nur bei Tage. Der Korridorpark und die Adener Höhe sind sehr gut geeignet für eine Nachtwanderung. Man wundert sich, wie viel Volk hier an manchen Tagen bzw. Abenden noch unterwegs ist! Viele kommen mit ihren Hunden von der Halde, aber man sieht noch andere Menschen mit einer Kamera in der Hand, mal größer, mal kleiner. Hier kommt Vater mit dem Sohn und einem ferngesteuerten Rennauto vom Berg, dort wird gerade die Schnur des bis gerade steigen gelassenen Winddrachens eingerollt.

Die charakteristischen Leuchttürme des Korridorparks sind bereits eingeschaltet und leiten mit einem sanften blauen Licht den Weg in den Park und zum Zugang an der Bastion zur hervorstechenden Adener Höhe, auf dessen Spitze weithin sichtbar die LED-Leisten im langsamen Takt aufleuchten und wieder dunkler werden – jetzt wird dieser Ort auch aus großer Entfernung gesehen. Der Schein des Lichtschwertes reicht allerdings, wie zunächst aufgrund der Gerüchte gedacht, nicht durch die Bäume, um im Park die Wege sicher zu finden. Auch die Leuchttürme dienen höchstens als Groborientierung und eine Art Ziel-Navigation im Dunkeln, um sich von einem Turm zum nächsten zu orientieren. Doch auch das kann ohne Taschenlampen in die Hose gehen. Eine echte Hilfe bot allerdings der Erdtrabant, der dankenswerter Weise als Vollmond durch die Wolken schien. Die Taschenlampe ist also definitiv unabdingbar, gerade, wenn es durch den Wald der Adener Höhe zur Aussichtsplattform geht. Erst auf den letzten Metern kann man sich den Strom der Batterien aufsparen.

Von der Aussichtsplattform, auf der man andere Nachtschwärmer trifft, die romantisch Arm in Arm auf der Betonkante sitzen und die letzten Relikte des Sonnenuntergangs am Horizont betrachten, bietet sich ein guter Blick über das nächtliche Ruhrgebiet. Ganz im Westen ist der Himmel noch rötlich gefärbt, deutlich sichtbar durch das Lichtermeer sind die Kraftwerke und die nahegelegene Großstadt Dortmund mit ihrem Flughafen. Auch das Schering-Gelände ist gut beleuchtet. Und im Rücken erheben sich mit roten Positionslampen markiert Schornstein und Kühlturm vom Kraftwerk in Heil. Im Folgenden finden sich Eindrücke von dieser kleinen Nachtwanderung. Als Hilfe zum Selbstversuch sind die Einstellungen der Kamera (alle ohne Blitz) für das jeweilige Foto angegeben:

Halde Großes Holz bei Nacht

Leuchttürme im Korridorpark auf der Halde Großes Holz
ISO 200, Blende f5, Belichtung 2 Sekunden

Korridorpark auf der Halde Großes Holz

Blauer Leuchtturm mit Blick auf das Kraftwerk bei Lünen
ISO 100, Blende f8, Belichtung 1 Sekunde

Lichtskulpturen auf der Halde Großes Holz

Adener Höhe mit der 30 Meter hohen Lichtskulptur "Impuls"
ISO 100, Blende f5, Belichtung 2 Sekunden

Leuchtturm auf der Halde

Leuchtturm auf der Bastion
ISO 200, Blende f5, Belichtung 8 Sekunden

Bergehalde Großes Holz in Bergkamen bei Nacht

Gleicher Blick wie beim Titelbild am Tage: Korridorpark und Kraftwerk Bergkamen in Heil. Der Wind weht kräftig.
ISO 200, Blende f5, Belichtung 1,3 Sekunden. Nachträgliche Schärfung wegen des leicht schwingenden Stativs im Wind

Lichtskulptur Impuls in Bergkamen

Lichtskulptur neben der Aussichtsplattform Adener Höhe
ISO 200, Blende f3,5, Belichtung 6 Sekunden

Adener Höhe bei Nacht

Vom "Pin" illuminiertes (altes) Plateau mit Blick nach Dortmund
ISO 200, Blende f5, Belichtung 10 Sekunden

Halde Großes Holz Bergkamen: Nachtwanderung

Letzter Leuchtturm am Zugang Waldstraße
ISO 400, Blende f4, Belichtung 13 Sekunden

Nachtwanderung auf der Halde Großes Holz

Blaues Blumenband unterhalb der Bastion
ISO 400, Blende f5, Belichtung 8 Sekunden

Halde Großes Holz bei Nacht am Horizont

Auffallendes Leuchtschwert auf der Halde Großes Holz am Horizont, IKEA Kamen und Kraftwerk Bergkamen von Unna aus gesehen
ISO 400, Blende f8, Belichtung 1/3 Sekunde

Fazit und Tipp des Webmasters: Durch die hochexponierte Lage in der flachen Lippe-Niederung bietet die Halde von vielen Stellen gute Aussichten auf das östliche Ruhrgebiet – und hat zu allen Jahreszeiten höchst unterschiedliche Ausprägungen. Hat man den Anstieg bewältigt, lassen sich auf der Ebene schöne Spaziergänge in unterschiedlich gestalteter Landschaft machen. Auch bei Fahrradfahrern ist die Halde äußerst beliebt. Kombiniert werden kann ein Besuch der Halde mit einer Wanderung zur benachbarten Marina Rünthe durch das Naturschutzgebiet Beversee oder zum Zechengelände Werne I / II mit zwei kleineren Halden am Ufer der Lippe.

 

Informationen zum Besuch auf der Halde Großes Holz:

Teile der Halde und der geteerten Hauptzufahrt im Norden können nicht betreten werden, was entsprechende Schilder aber eingänglich symbolisieren. Beachten Sie diese, denn SKW-Fahrer können Sie unter Umständen einfach nicht sehen!

Der übrige Teil der Halde ist ständig frei begehbar. Einige Auffahrten sind geteert, die Hauptwege im Park sind geschottert.

Bei einer Wanderung in der Dämmerung oder Nacht sind unbedingt Taschenlampen mitzunehmen. Die blauen Leuchttürme sind meist nur punktuelle Wegebeleuchtungen. Darüber hinaus ist man mit einer Lampe auch sichtbar für nächtliche Mountainbikefahrer, die es hier gibt. Für eine Nachtwanderung wird der Parkplatz an der Waldstraße empfohlen, da hier bereits Leuchttürme auf Umgebungsniveau stehen.Karte Großes Holz

Anreise mit dem Auto: Auf der A2 bis zur Ausfahrt 15Kamen / Bergkamen. Dort Richtung Lünen auf der B61 bis Oberaden. Nach 2,5 km an der Ampelkreuzung rechts Richtung Bergkamen auf die Jahnstraße. Dem Straßenverlauf ca. 1,9 km bis zum Kreisverkehr folgen.

Zum Parkplatz Erich-Ollenhauer-Straße: Im Kreisverkehr die erste rechts in die Erich-Ollenhauer-Straße. Direkt am Fuße der Halde befindet sich auf der linken Seite nach einem Kilometer links gegenüber der Straße Binsenheide ein geräumiger Parkplatz.

Zum Parkplatz Waldstraße: Im Kreisverkehr geradeaus weiter. Nach 600 m in der Linkskurve rechts abbiegen in die Waldstraße. Bis zum Ende durchfahren.


Eingabe in das Navigationssystem:
Erich-Ollenhauer-Straße, Kreuzung Binsenheide oder
Waldstraße in 59192 Bergkamen

Geographische Koordinaten:
51°37'07.34"N, 7°36'54.98"E – Parkplatz Erich-Oll.-Str.
51°37'30.05"N, 7°36'32.32"E – Parkplatz Waldstraße
51°37'23.78"N, 7°36'50.31"E – Skulptur Impuls
51°37'29.07"N, 7°36'44.02"E – Bastion

Die Koordinaten können in das Eingabefeld z.B. von GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
404134 m, 5719539
m – Parkplatz Erich-Ollenhauer-Str.
403711 m, 5720248 m – Parkplatz Waldstraße
404054 m, 5720048 m – Skulptur Impuls
403936 m, 5720214 m – Bastion

 

Anreise mit Bus und Bahn: Von Lünen Hbf. oder Kamen mit dem Bus der Linie R12 bis Erich-Ollenhauer-Straße (eine davor zum Bereitmachen: In der Schlenke aus Richtung Lünen bzw. Gymnasium aus Richtung Kamen. Von der Zielhaltestelle müssen Sie ein Stück nach Westen zur ausgeschilderten Zufahrt zum Haldenparkplatz laufen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Auf dem Weg von Detmold nach Xanten führt die neue Römer-Lippe-Route direkt an der Halde Großes Holz vorbei. Der Emscher-Park-Radweg passiert die Halde auf der nördlichen (falschen) Kanalseite. Der Kanal kann am Sperrtor überquert werden. Dabei lässt sich der Römer-Lippe-Route bis zur Halde und weiter bis zur ursprünglichen Strecke zurück auf der nördlichen Kanalseite folgen.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist die Halde eingezeichnet. In der Rad- und Wanderkarte "Dortmund und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt sie im Planquadrat A / B 6. Im Rad-Leporello "Römer-Lippe-Route", ebenfalls 1:50.000, ist die Halde auf der Kartenseite 13 eingetragen.

Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Römer-Lippe-Route   Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Panorama Großes Holz

Beim Blick aus einem Toilettenfenster des Kreishauses in Unna zeigt sich die Halde Großes Holz als markante Erhebung am Horizont

Informationen zum Kraftwerk Bergkamen in Heil: www.route-industriekultur.de
Informationen zur Halde Großes Holz www.route-industriekultur.de
Webcam auf der Bastion: www.halde-grosses-holz.de

 

2. Halden Haus Aden 1 und 2

Den direkten Blick von der Halde Großes Holz auf das Kraftwerk Bergkamen versperrt ein wenig ein Berg, der sich jenseits der Hamm-Osterfelder-Bahnstrecke direkt am Datteln-Hamm-Kanal erhebt. Seine trapezförmige Grundform (mit einer schmalen Verlängerung nach Westen) mit einer Fläche von ca. 25 ha und die pyramidenartige Erhebung sind eindeutige Zeichen, dass es sich um einen von Menschenhand geschaffenen künstlichen Hügel aus Abraum aus dem Bergbau handelt, auch wenn dieser in sämtlichen Straßen- und topographischen Karten nicht als Bergehalde benannt ist. Sein rechteckiges Gipfelplateau erreicht eine Höhe von 104 Metern über dem Meeresspiegel und eine relative Höhe von 43 Metern über der Umgebung. Die Halde Haus Aden 2, um die es sich hier handelt, entstand ab Ende der 1960er Jahre bis in das folgende Jahrzehnt hinein.

Direkt vom Kanalufer führt ein direkter Weg zum höchsten Punkt. Erreicht wird der Gipfel ausschließlich von seiner Nordostecke entweder von der Marina Rünthe am Kanal entlang oder durch das Naturschutzgebiet Beversee kommend sowie durch den Radweg Römer-Lippe-Route von Wesel nach Detmold, der direkt an der Halde die Bahnstrecke überquert. Über den Direktweg oben angekommen, bietet sich ein guter Blick auf das Kraftwerk Bergkamen, den Verlauf des Kanals Richtung Hamm mit dem ebenfalls markanten Gersteinkraftwerk bei Stockum sowie Gebäude an der Marina Rünthe und die gesamte Lippeniederung. Auf dem Gipfel befinden sich auch einfache Bänke und sogar ein Mülleimer. Eine Beliebtheit der Halde bei Mountainbikefahrern wird anhand der Reifenspuren im Erdboden deutlich. Tatsächlich wird die Halde zu einem Mountainbike-Parcours umgebaut.

Als Besonderheit und eine von drei Bergehalden im Ruhrgebiet neben der Halde Hoheward in Herten und der benachbarten Halde Großes Holz besitzt sie einen stillgelegten Tunnel, durch den ein Transportband zwischen Kohlekraftwerk und Zeche Monopol herführte und das Tal mit der Bahnstrecke zwischen den Halden überquerte. Er liegt recht hoch und nur knapp unterhalb des Gipfels.

Halde Haus Aden

Windschiefer Hochsitz auf dem Gipfel der Halde Haus Aden

Blick auf die Lippe

Sicht auf die zahlreichen Kanalbrücken und Kraftwerk Stockum

Haus Aden


Bank auf der Halde

Eine Bank auf dem Gipfel

Halde Haus Aden 2

Höchster Punkt der Halde Haus Aden 2

Was nun? Nicht zugänglich, aber Hunde an die Leine.
Mountainbike-Parcours nicht für Fahrräder.

Gipfelplateau Gipfel auf der Halde

Im Westen grenzt die Halde Haus Aden 2 direkt an die flächenmäßig etwa gleichgroße Halde Haus Aden 1, die in den Grundzügen nochmals zehn Jahre älter ist und aus dem Anfang der 1960er Jahre stammt. Sie ist unzugänglich und wird unter dem Titel "Kanalband" zu einer Multifunktionsfläche hergerichtet. Hier sollen u.a. Seifenkisten-Rennen veranstaltet werden. Sobald die Zugänglichkeit hergestellt ist, wird diese Halde zeitnah inspiziert und an dieser Stelle vorgestellt. Vorerst bleibt der Blick auf das in Bau befindliche Kanalband von der Halde Großes Holz aus, hier von der Bastion am Blauen Band:

Halde Haus Aden 1 – Kanalband Bergkamen

Kanalband im Bau: Halde Haus Aden 1 mit den überdeckten Flotationsteichen – Blick von der Halde Großes Holz

Zugang zur Halde Haus Aden 2 vom Parkplatz an der Erich-Ollenhauer-Straße: Vom Parkplatz zu Fuß immer geradeaus bis zur Asphaltstraße und hier unweit des südlichen Tunnelportals schräg rechts der Radwegbeschilderung entlang des Zauns von Schering bis zum Bahnübergang. Weiter bis zum Kanalufer und hier links auf die Halde.

Alternativ von der Marina Rünthe entlang des Kanals oder durch das Naturschutzgebiet Beversee bis zum Sperrtor am Kanal und hier schräg- links auf den Berg.

Geographische Koordinaten: 51°38'9.58"N, 7°37'25.99"E – Zugang zur Halde Haus Aden 2

UTM-Koordinaten (Zone 32): 404766 m, 5721450 m

 

3. Halde Monopol (Bergkamen)

Die älteste Abraumhalde im Großen Holz stellt die Halde Monopol dar. Sie liegt südöstlich der Halde Großes Holz und grenzt an das ehemalige Zechengelände und das heutige Bayerwerk an. Die Halde selbst besteht aus drei sanften Kegeln, die zusammen eine Fläche von etwa 10 ha einnehmen. Der höchste Punkt liegt auf dem südlichen Kegel und reicht auf 96,8 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Im unebenen Gelände erreicht die Halde somit eine maximale Böschungshöhe von bis zu 35 Meter.

Halde Monopol ist vollständig bewaldet. Ein Radweg führt über die Halde, alternativ bietet sich ein weniger befestigter Weg als Bypass an. Viele in einigen Karten eingezeichnete Pfade sind jedoch hoffnungslos zugewachsen. Aussichten beschränken sich auf die deutlich mächtigere und höhere Nachbarhalde mit den künstlerischen Leuchten im Korridorpark.

Halde Monopol Bergkamen

Gut ausgebauter Radweg neben der Halde (rechts)

Halde Monopol Bergkamen

Weg über die Halde Monopol

Halde Monopol Bergkamen

Kleine Halde mit hinten durchschimmerndem Nachbarn

Halde Monopol Bergkamen

Mehr schlecht als recht begehbarer Pfad

Zugang zur Halde Monopol vom Parkplatz an der Erich-Ollenhauer-Straße: Auf der Verlängerung der Zufahrt zum Parkplatz geradeaus, bis der Weg rechts (statt links auf die Halde Großes Holz) abbiegt. Der Hauptweg führt rechts um die südliche Halde herum.

Geographische Koordinaten: 51°37'11.53"N, 7°37'5.38"E – Zugang vom Parkplatz

UTM-Koordinaten (Zone 32): 404336 m, 5719664 m

Industriekultur im Ruhrgebiet

Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.

Auf der Auswahlseite Industriekultur finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden Natur & Landschaft, alte Zechen und Industrieanlagen und andere technische Besonderheiten.

Halden Ausflugsziele

Halden Ausflugsziele

Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 01 / 2016
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(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr