Navigation Impressum und Kontakt Einführung in die Halden Zu den Halden Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Links

Stadtquartier und Halde Graf Bismarck I / IV in Gelsenkirchen

Im Jahre 1873 begann mit Schacht 1 auf der späteren Schachtanlage I / IV an der Uechtingstraße die Förderung der nach dem preußischen Reichskanzler benannten Zeche Graf Bismarck in Gelsenkirchen. In der Folgezeit entstanden nördlich der Emscher in den Stadtteilen Erle und Resser Mark drei weitere unabhängig arbeitende Schachtanlagen mit insgesamt zehn Schächten. Dabei erschloss die Zeche ähnlich wie die Zeche Ewald in Herten bis dahin weitgehend unbesiedelte Gebiete im Emscherbruch. Unter großen Protesten erfolgten 1966 die Einstellung der Förderung und die Stilllegung der Zeche Graf Bismarck. Die Grubenfelder wurden von benachbarten Zechen übernommen und die Schächte unter neuem Namen weiter fortgeführt. Das Sozialwerk St. Georg nutzt die wenigen verbliebenen Gebäude auf der Schachtanlage I / IV, vor allem die sehenswerte Waschkaue. Ausführliche Erläuterungen zur Chronik und zur Schließung finden sich auf den unten angegebenen Webseiten.

Zwischen der ersten Schachtanlage und dem am Rhein-Herne-Kanal gebauten Zechenhafen entsteht auf dem sanierten Gelände des ehemaligen Kraftwerks derzeit das Stadtquartier Graf Bismarck. Kern des Gebietes für Wohnen, Arbeiten und Freizeitnutzung sind der Hafen und der Kanaluferpark. Die Straßen tragen Namen von ehemaligen Ministerpräsidenten in Nordrhein-Westfalen oder Hafenstädten in Deutschland. Besonders markant ist die gebogene Fußgängerbrücke über die Hafeneinfahrt (siehe Titelbild oben). Das Stadtquartier wird in absehbarer Zeit näher vorgestellt, wenn der Bauzustand fortgeschritten ist. Trotz der Baustelle wird das Areal bereits jetzt bei schönem Wetter gerne zum Flanieren, Schwimmen und Sonnenbaden genutzt.

Südlich an das Quartiersgelände liegt der Rest der Bergehalde Graf Bismarck I / IV. Sie erstreckt sich etwa über 16 ha zwischen der Sauerlandstraße und der neuen Johannes-Rau-Allee und zieht sich entlang der Parallelstraße. Stellenweise finden sich im bewaldeten Gelände Böschungen, die eine maximale Höhe von 49,4 m ü. NN erreichen. Den geneigten Untergrund überragt die Halde im Schnitt um zehn Meter. An der Westflanke verbirgt sich der Rest eines betonierten Materialbunkers. Auf weitgehend unbewachsenen Freiflächen bilden Bauteile, Holz und Felsen ominöse Kreise. Aussichten bietet die Halde aufgrund der geringen Höhe und dem dichten Bewuchs keine. Es folgen einige Eindrücke vom Rest der Halde:

Halde Graf Bismarck

 

Halde Graf Bismarck

 

Halde Graf Bismarck

 

Halde Graf Bismarck

 

Halde Graf Bismarck Halde Graf Bismarck

Auf der anderen Seite des Rhein-Herne-Kanals befand sich eine zweite Schachtanlage samt Bergehalde, die Halde Graf Bismarck II, VI, IX. Sie wird in der Rubrik der ehemaligen Halden näher vorgestellt.

Fazit und Tipp des Webmasters: In fußläufiger Nachbarschaft liegt die ZOOM-Erlebniswelt, ein schön gestalteter Tierpark mit Themenbereichen. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte in östlicher Richtung am Kanal entlang bis zur nahegelegenen Grimberger Sichel fahren. An der markanten Brücke beginnt auch der Radweg auf der ehemaligen Erzbahntrasse. Mit dem Auto ist der Landschaftspark Hoheward in Herten mit der Großhalde Hoheward samt Horizontobservatorium, der Halde Hoppenbruch oder der Zeche Ewald schnell erreicht.

 

Informationen zur Anreise zum Stadtquartier und zur Halde:

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 17 Gelsenkirchen-Schalke. Aus allen Richtungen rechts abbiegen auf die Alfred-Zingler-Straße. Die Bahnstrecke überqueren und geradeaus fahren (die Halde liegt bereits rechts). In der Linkskurve rechts abbiegen auf das Gelände des neuen Stadtquartiers Graf Bismarck und hier parken.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Johannes-Rau-Allee in 45891 Gelsenkirchen

Geographische Koordinaten:
51°32'44.30"N, 7° 5'49.54"E – Hafenbrücke Graf Bismarck
51°32'21.74"N, 7° 5'32.84"E – Materialbunker
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
368051 m, 5712221 m – Hafenbrücke Graf Bismarck

367711 m, 5711532 m – Materialbunker

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf., Herne oder Wanne-Eickel mit der RB 43 bis Gelsenkirchen-Zoo. Vom Bahnsteig die Treppe auf die Straßenebene und dann rechts. An der Halde entlanglaufen lässt sich über die Parallelstraße, die an der Kreuzung links abzweigt. Das Stadtquartier wird auch erreicht, indem man der Münsterstraße weiter folgt und an der Kreuzung Kneebuschstraße links abbiegt. Geradeaus führt dann der Weg bis zum Hafen.

Alternativ von Gelsenkirchen Hbf. mit der Straßenbahn der Linie 301 Richtung Essener Straße bis ZOOM-Erlebniswelt. Zunächst zur Bundesstraße laufen und geradeaus in die Kneebuschstraße. Dem Verlauf bis zum Stadtquartier Graf Bismarck folgen.
Anreise Fahrrad: Auf dem Radweg auf der Erzbahntrasse bis zum Endpunkt an der Grimberger Sichel. Dem Verlauf links von der Brücke weiter folgen bis zum Hafen Bismarck. Die Halde liegt südlich des Stadtquartiers.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Die Radwege Emscher-Park-Radweg und Emscher-Weg verlaufen auf der anderen Kanalseite direkt am Hafen des Stadtquartiers vorbei. Ebenfalls genutzt wird der Weg am Kanal vom Emscherwanderweg XE. Brücken östlich und westlich helfen bei der Überquerung des Kanals.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist das Stadtquartier dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Essen und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt es im Planquadrat B5. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

 Rad- und Wanderkarte Essen und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Quellen und Weitere Informationen:

Stadtquartier Graf Bismarck: http://grafbismarck.gelsenkirchen.de

Industriekultur im Ruhrgebiet Halden Ausflugsziele

Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.

Auf der Auswahlseite zur Industriekultur finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden Gebäude oder Gelände wie Zechen, Museen oder technische Besonderheiten.

Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 10 / 2016
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr