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Halde Brockenscheidt in Waltrop

Im südöstlich gelegenen Waltroper Ortsteil Brockenscheidt, der auf eine alte Bauerschaft zurückgeht, befindet sich fast an der Stadtgrenze zu Lünen das Gelände der ehemaligen Zeche Waltrop. Im Jahre 1905 förderten Bergleute mit ihr die erste Kohle. Bald wurde die Zeche um eine Kokerei ergänzt. Der Betrieb endete 1979. Die meisten Gebäude der Zeche sind auch heute noch erhalten und stehen seit 1988 unter Denkmalschutz. Sie werden größtenteils gewerblich genutzt. Ähnlich wie bei der Zeche Zollverein oder Zollern fällt der einheitliche Baustil der Gebäude auf.

Direkt an das Zechengelände anschließend befindet sich die niedrige aber langgestreckte Halde Brockenscheidt, die selten auch als Halde Waltrop bezeichnet wird. Sie überragt die Umgebung um etwa 15 Meter und ist damit am höchsten Punkt 82 Meter über dem Meeresspiegel hoch. Ihre Gesamtfäche beträgt etwa 6,5 ha. Die Topographie der in Südwest-Nordost-Richtung verlaufenden langen Halde könnte man in drei fast gleichgroße Teile aufteilen. Dabei ist der Mittelteil weitgehend frei von Bewuchs, die jeweiligen Kopfenden jedoch bewaldet. Den besten Überblick auf die Halde hat man vom südlich angrenzenden Feld, wenn man diese Treppe am Aussichtsturm hinuntersteigt. Die Begehung sollte man allerdings nicht in der Wachstumszeit der Feldfrüchte machen. Ähnlich wie auf der Halde Haniel in Bottrop können Besucher hier einen Kreuzweg machen. Dazu bilden gestaltete Kreuze aus Eisen die entsprechenden Stationen.

Die folgende Karte mit Relief-Schummerung zeigt das Gelände der Zeche und Halde Brockenscheidt. Achtung: Zur besseren Darstellung ist die Nordrichtung um etwa 30° gedreht (siehe Kompassrose).

Karte Halde Brockenscheidt

In der Mitte der Halde steht ein besonderer Aussichtsturm, der entfernt an den auf der Halde Beckstraße stehenden Tetraeder erinnert. Dieses deutlich kleinere Exemplar wurde vom Castrop-Rauxeler Künstler Jan Bormann aus Spurlatten errichtet. Diese Spurlatten dienen im Bergwerk dazu, Förderkörbe in einem Schacht am Rand zu führen. Die als Spurwerkturm bezeichnete Aussichtsplattform wurde im Mai 2000 eröffnet und bietet dem Besucher, wenn er die Stufen hinaufsteigt, seitdem auf 12 m Höhe über der Halde einen Blick über das Zechengelände und die Stadt Waltrop. Besondere Landmarken im Blickfeld sind das Colani-Ufo am Technologiezentrum Lüntec in Lünen-Brambauer und die Halde Minister Achenbach. Neben dem Unterschied, dass der Spurwerkturm im Gegensatz zum Tetraeder aus Holz und nicht aus Stahl und Eisen ist, handelt es sich bei diesem Objekt um einen Fünfflächner, also eine vier- statt dreiseitige Pyramide.

Spurwerkturm auf der Halde Brockenscheidt

Spurwerkturm auf der Halde Brockenscheidt in Waltrop

Steiler Hang an der Halde Brockenscheidt in Waltrop

Steiler Hang der Halde an der Zeche Waltrop

Halde Brockenscheidt in Waltrop

Teile der Halde sind bewaldet

Spurwerkturm in Waltrop

Spitze des Spurwerkturmes vom Umland aus gesehen

Panoramablick vom Spurwerkturm auf Zeche Waltrop

Blick auf die langgestreckte Halde Brockenscheidt und den Spurwerkturm vom Feld aus

Spurwerkturm auf der Halde Brockenscheidt in Waltrop

Der Spurwerkturm ist Tag und Nacht begehbar

Aussichtsplattform auf dem Spurwerkturm in Waltrop

Auf zwölf Metern Höhe befindet sich die Aussichtsplattform

Spurwerkturm aus Spurlatten

Spurlatten in einer geometrischen Konstruktion

Treppe auf die Halde Brockenscheidt aus Eisenbahnschienen

Treppe auf die Halde von der Südseite: Eisenbahnschienen

Halde Brockenscheidt

Panoramablick vom Spurwerkturm auf das Gelände der Zeche Waltrop (mit »SchachtZeichen« im Mai 2010)

Kreuzweg Halde Brockenscheidt

Wald aus Birken mit Kreuzweg

Weg auf die Halde Brockenscheidt

Schachtzeichen über der benachbarten Zeche Waltrop

Fazit und Tipp des Webmasters: Die Halde gehört zu den niedrigeren Exemplaren im Ruhrgebiet, bietet aber vom Aussichtsturm einen guten Blick auf das Umland. Ein Besuch kann sehr gut mit Zielen in der Nähe kombiniert werden, beispielsweise mit dem Colani-Ufo auf dem Förderturm von Schacht IV der Zeche Minister Achenbach im benachbarten Brambauer. Nicht weit entfernt ist auch das Schiffshebewerk Henrichenburg im Schleusenpark am Dortmund-Ems-Kanal.

 

Informationen zum Besuch auf der Halde Brockenscheidt:

Anreise zur Halde Brockenscheidt mit dem Auto: Auf der A2 bis zur Ausfahrt 12 Dortmund-Mengede. Der L609 Richtung Waltrop nach Norden folgen. Hinter dem Sportplatz rechts in die Berliner Straße abbiegen. Dieser Richtung Lünen / Selm bis kurz vor den Ortsausgang folgen, im Kreisverkehr rechts in den Landabsatz abbiegen.

Direkt an der Halde befindet sich neben der Zeche Waltrop ein großer Parkplatz.

Zieleingabe ins Navigationssystem:
Landabsatz oder Hiberniastraße in 45731 Waltrop

Geographische Koordinaten:
51°36'59.90"N, 7°25'16.79"E – Spurwerkturm
Die Koordinaten können in das Eingabefeld z.B. von GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
390703 m, 5719581
m
– Spurwerkturm

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf. oder Stadtmitte mit der U41 bis zur Endstation Lünen-Brambauer Verkehrshof (ca. 25 Minuten Fahrtzeit).

Dort umsteigen in den Bus der Linie 284 Richtung Waltrop Am Moselbach bis Waltrop-Sydowstraße (eine davor zum Bereitmachen: Elmenhorst). Der Bus verkehrt an Werktagen im Halbstundentakt. Von hier aus zu Fuß entweder durch die Sydowstraße bis zur Hiberniastraße und dann links oder zurück bis zum Kreisverkehr und dann rechts in die Straße Landabsatz. Der Fußweg beläuft sich auf etwa 700 Meter.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: In der Nähe der Halde verläuft der Rundkurs Ruhrgebiet. Auch von der nahen Römer-Lippe-Route ist ein Abstecher möglich.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist die Halde dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Dortmund und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt sie im Planquadrat B3. Im Leporello über die Römer-Lippe-Route befindet sich die Halde Brockenscheidt auf der Seite 14. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet   Römer-Lippe-Route

Quellen und weitere Informationen:

Halde Brockenscheidt / Metropole Ruhr: www.metropoleruhr.de

Zeche Waltrop (Route Industriekultur):

www.route-industriekultur.de

Industriekultur im Ruhrgebiet

Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.

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Halden Ausflugsziele


Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 01 / 2016
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr